uncl blasiger Gebilde im thierischen Organismus.
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die umliegenden Gefässe in fast ursprünglicher Kleinheit Zurückbleiben.
Vorläufig möge diese Andeutung genügen. Folgerichtig geht
aus dem nun über den Satz der Gefässbildung Gesagten hervor, dass
bei einem ganzen Systeme von Gefässen die Richtung der Gefässe,
die Zahl derselben, die Grössen derselben nach bestimmten, festen
Normen eruirt werden sollten. In der Natur, wo bei aller Einfachheit
der Gesetze doch eine grosse Mannigfaltigkeit in der Ausführung
stattfindet, ist diese Norm allerdings nicht so offenkundig, sie
schimmert nur hie und da durch, aber darin liegt eben kein
Beweis gegen das Gesagte. Je älter die Gefässe werden, desto
weniger ist die ursprüngliche Norm zu ermitteln, bei frisch entstandenen
Gefässen ist sie oft mit überraschender Klarheit zu erkennen.
Misst man an einem Systeme von Gefässverzweigungen die
Breite des Stammes, der Äste und Nebenäste, so kehren einige Verhältnisszahlen
häufig, andere selten wieder. Z. B. die aus einem
Hauptstamme hervorgehenden Äste sind entweder eben so breit wie
dieser, oder jeder um y 3 seiner Breite kleiner als der Stamm, oder
die Differenz zwischen Ast und Stamm beträgt y o , y 4 , y 2 , 3 / 3 , 3 / 4
der Dicke des kleineren, oder der grössere Ast ist doppelt, dreifach
so breit wie der kleinere. Spaltet sich ein Stamm zweitheilig, so ist
(wenn überhaupt eine Differenz vorhanden ist) der Unterschied zwischen
Stamm und Ast gewöhnlich nur */ 6 oder y s und die beiden
Aste gehen unter spitzen Winkeln ab; gibt ein grösserer Stamm
Seitenäste ab, so verlaufen diese nicht selten unter rechten Winkeln,
und betragen oft nur den dritten Theil der Breite des Stammes. Capillaren
sind in der Mitte ihrer Länge am dünnsten, ihre Ein- und
Ausmündungsstelle ist nicht selten 2- und 3mal grösser als dieMitte;
grosse Gefässe werden oft gegen den Theilungswinkel hin breiter,
die Erweiterung beträgt ungefähr >/ 0 , */„ 1 / 3 der ursprünglichen
Breite. An neugebildeten Gefässen gibt es (z. B. an den Gefässen
des Keimes) häufig ringartige Verengerungen, die von bauchig aufgetriebenen
Stellen getrennt werden (Fig. 42). Diese engen und
weiten Stellen stehen zu einander in einem bestimmten Grössenverhältnisse.
Alle diese und noch andere Umstände haben ihren Grund in
derEigenthümlichkeit der Gefäss-Entwickelung zwischen, oder besser
In ^ en Keimwänden, ich werde dies zuerst an einem allgemein gehaltenen
Falle zeigen und dann einige der gemessenen Fälle folgen
lassen.
Sitzb. (I.
mathem.-natunv. CI. X, Bd. IV. Hfl.