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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

H82

Engel.  Die  Entwickelung-  rühriger

abermal  die  letzte  um  1  verminderte  Schichte  in  3  Zonen,  so  findet
man:  3-7708-j-4 - 7708  -|-3-770S.  Summirt  man  letztere  Grösse  zur
Grösse  (6)  so  erhält  man  40-709  in  beinahe  völliger  Übereinstimmung ­
  mit  («).
Es  versteht  sich  nach  diesem  von  selbst,  dass  der  Durchmesser
jeder  Laeune  zur  Breite  des  umgebenden  Randes  in  einem  nach  der
bisherigen  Formel  berechenbaren  Verhältnisse  steht;  doch  ist  die
Aufsuchung  dieses  Verhältnisses  in  einem  gegebenen  Falle  gerade
keine  leichte  Aufgabe.  Es  lässt  sich  jedoch  im  Allgemeinen  angeben,
dass  die  doppelte  Dicke  des  umgehenden  Randes  zur  Breite  der
Laeune  sich  verhält,  wie  1  :  3  oder  4,  oder  3,  oder  6,  oder  7,  oder
wie  2:  3,  4,  3  u.  s.  w.,  oder  wie  1:  2,  3,  4  u.  s.  w.,  wobei  übrigens
der  Durchmesser  der  Laeune,  um  das  Grössenverhältniss  durch  ganze
Zahlen  ausdrückbar  zu  machen,  häufig  um  die  Einheit  vermindert
werden  muss,  häufig  jedoch  keiner  weiteren  Regulirung  bedarf.
In  dem  Gefässblatte  des  Keimes  erscheinen  die  Muttercysten
deren  Höhlen  zu  Lacunen  sich  gestalten,  deren  Wände  und  Berührungsflächen ­
  die  Keime  für  die  Gefässe  aufnehmen,  sehr  platt;  an
anderen  Tlieilen  dagegen  sind  diese  Muttercysten  einer  bedeutenden
Entwickelung  nach  allen  Dimensionen  fähig.  Überall,  wo  sich  Gefässe ­
  entwickeln  —  die  Aorta  nicht  ausgenommen  —  bilden
sie  sich  in  den  Zwischenräumen  und  den  Berührungsflächen ­
  der  Muttercysten  oder  Keime.  Dieses  sehr  interessante ­
  Gesetz  ist  ein  durchgreifendes,  für  das  in  dieser  Abhandlung
noch  zahlreiche  Belege  beigebracht  werden.  Die  Gefässbahnen,  welche
sich  im  Fötus  theils  provisorisch,  theils  definitiv  entwickeln,  stehen
daher  mit  der  Ausbildung  der  Muttercysten  oder  Keime  in  engster
Verbindung.
Die  einmal  gebildeten  Gefässe  können  nun  aber  auch  allmählich
sich  erweitern,  während  die  anliegenden  Lacunen  keine  weitere
Grössenveränderung  mehr  erfahren.  Mit  dem  Weiterwerden  des  Gefässes
  werden  auch  die  Wände  dicker  und  schichtenreicher  werden,
wie  sich  das  von  selbst  versteht  und  auch  oben  bereits  angedeutet
worden  ist.
Was  übrigens  die  Lacunen  betrifft,  so  sind  sie  nur  an  wenigen
Theilen  wie  eben  in  dem  Gefässblatte,  oder  in  dem  grossen  Netze
keiner  weiteren  Entwickelung  fähig,  an  anderen  Stellen  ist  im  Gegentlieile
  gerade  dieser  Raum  der  üppigsten  Entwickelung  fähig,  während
            
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