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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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nen  Untersuchungen  an  dem  Gefässblatte  des  Keimes  in  soferne,  als
ich  ein  paar  Male  gleich  grosse  Lacunen  mit  gleich  breiten  Hautsäumen ­
  umgeben  antraf;  hei  anderen  Fällen,  die  nicht  so  günstige
Verhältnisse  darbolen,  nahm  ich  zu  einer  Voraussetzung  meine  Zuflucht, ­
  die  sich  in  einigen  Fällen  als  richtig  bewährte,  für  andere
Fälle  aber  aus  den  oben  gegebenen  Gründen  eben  nicht  passte.  Diese
Voraussetzung  war,  dass  sich  zwei  neben  einander  liegende  Systeme,
trotz  der  Ungleichheit  ihrer  Grössen,  doch  so  entwickelt  haben,  dass
das  Verhältniss  zwischen  Markraum  und  Wanddicke  für  beide  ein
gleiches  ist.  Unter  dieser  Voraussetzung  nahm  ich  nun  von  beiden
Systemen  das  Mittel  und  berechnete  für  ein  System  die  doppelte  Wanddicke. ­
  Diese  musste  gleich  sein  der  einfachen  Breite  des  Lactmen-Interstitiums;
  ich  werde  dies  durch  ein  Beispiel  belegen.  Von  zwei
neben  einander  befindlichen  Lacunen  hatte  jede  im  Mittel  aus  mehreren
Messungen  einen  grössten  Durchmesser  S7 - S;  der  zwischen  denselben
befindliche  Zwischenraum  betrug  im  Mittel  32  5.  Da  diese  Grösse
die  Summe  der  Wanddicke  der  beiden  Lacunen  ist,  so  entspricht
sie  der  doppelten  Dicke  der  Wand  jeder  Lacune  und  ist  daher  zum
Durchmesser  der  Lacune  zu  addiren  ,  um  den  Durchmesser  der  ganzen ­
  Muttercyste  zu  geben,  deren  Markraum  eben  eine  einzelne  Lacune
ist.  Man  erhält  sonach  57'54-32S  =  900  als  den  Durchmesser  jeder
einzelnen  der  beiden  neben  einander  liegenden  Muttercysten.  Theilt
man  diese  nach  dem  Coefficienten  2  in  die  entsprechenden  Zonen,  so
erhält  man  für  den  Markraum  455;  für  die  Mittelzone  22-25  und
eben  so  viel  (22 - 25)  für  die  Aussenzone.  Zieht  man  aber  von  der
Mittelzone  nach  dem  bisherigen  Vorgänge  noch  einen  Tlieil  zum
Markraume,  und  zwar  in  dem  vorliegenden  Falle  die  Hälfte,  so  erhält
man45-5-J-  1  =  57-125  für  den  Durchmesser  des  Markraumes ­
  und  somit  32.875  für  die  doppelte  Dicke  der  Aussenwand.  Diese
letzte  berechnete  Grösse  entspricht  aber  nahe  (bis  auf  -j-0'37S)  dem
hiterstitium  der  beiden  Lacunae,  d.  h.  eben  der  Summe  der  Wanddicke ­
  der  beiden  Marksysteme,  und  man  sieht  daher,  dass  unter  den
gemachten  Voraussetzungen  die  Bechnung  wohl  zulässlich  erscheint.
Ich  habe  nun  mehrere  dieser  Fälle  im  Folgenden  tabellarisch  geordnet. ­
  Die  Sicherheit  des  Besultates  unterliegt  dort  keinem  Zweifel,
wo >  Wle  inFig.  39  o.m.  die  Verschmelzung  der  beiderseitigen  Gefasswände
  noch  nicht  Statt  gehabt  hat.
            
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