Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

573

Gefässdurchmesser  natürlich  bedeutend  verändert.  Dieses  Verhältniss
ist,  den  Durchmesser  des  Gefässes=l  genommen,  wie  0-76:1  für  einen
mittleren  Gefässdurchmesser  von  2-94  P.  Z.,  von  0-74:1  bei  einem  Gefässdurchmesser ­
  von  4-30  und  kann  selbst.  0,84:1  u  .s.f.  sich  erheben.  Als
liöchsteGrenze  dieses  Verhältnisses  lässt  sich  überh:mptO-9:1  angeben,
wenn  1  den  Durchmesser  des  Gefässes  bedeutet.  Wie  man  zu  diesem
Grenzverhältnisse  kommt,  wird  sich  leicht  aus  dem  Bisherigen  ergehen.
Bei  grösseren  Gelassen,  deren  Wände  aus  mehreren  Häuten
oder  Schichten  bestehen,  wird  die  Mächtigkeit  einer  jeden  dieser
Schichten  zwar  den  nun  im  Allgemeinen  aufgestellten  Gesetzen  unterliegen, ­
  aber  doch  nicht  so,  dass  die  Kernwand  und  die  Aussenwand
genau  verschiedenen  Gewchsschichten  entsprächen;  im  Gegentlieile
oft  greifen  z.  B.  die  Fasern  der  Ringfaserhaut  noch  eine  Strecke  in
die  äussere  Keimzone  ein  und  nehmen  z.  B.  die  Hälfte,  ein  Drittel,  ein
Viertel  der  Breite  dieser  äusseren  Zone  in  Anspruch;  oder  an  grossem
Befassen  bilden  die  (ehemals  sogenannte)  Tunica  glabraund  die  Ringfaserhäut ­
  zwei  Drittheile  der  Dicke  der  Gefässwand;  das  äusserste  Drittel ­
  wird  von  der  sogenannten  Zellgewebsscheide  der  Arterien  gebildet.
Leider  sind  Messungen  an  grösseren  Arterien,  da  sie  der  Beihülfe  des
Mikroskopes  entbehren,  nicht  mit  jener  Sicherheit  anzustellen,  die
überhaupt  von  derartigen  Untersuchungen  mit  Recht  gefordert  wird,
und  ich  werde  mich  daher  im  Folgenden  nur  auf  wenige  Fälle  beziehen,
um  die  Wahrscheinlichkeit  des  eben  Gesagten  an  denselben  darzuthun.
An  grossem  in  der  Ent  w  i  cke  1  ung  begriffenenGefässen  lassen
sich  übrigens  um  das  Gcfässlumen  nur  zwei  concentrische  Schichten
(analog  der  Kern-  und  der  Aussenwand)  unterscheiden,  und  es  gilt
überhaupt  als  Satz,  dass  die  deutliche  Scheidung  in  mehrere  Gewebe
erst  mit  dem  Grösserwerden  der  Röhren  erfolgt;  dies  bewahrheitet
sich  übrigens  nicht  bloss  von  den  Blutcanälen,  sondern  von  allen
Röhrengebilden,  die,  je  älter  sie  werden  einen  um  so  complicirteren
Bau  zeigen.  Im  Verlaufe  dieser  Untersuchungen  wird  sich  mehr  als
ein  Beleg  für  das  eben  Gesagte  finden.
Die  Anwendbarkeit  der  besagten  Berechnungsmethode  auf  grössere ­
  Gefässe  habe  ich  namentlich  an  Fötustheilen  zu  zeigen  versucht.
Ich  wählte  entweder  den  Aortenbulbus  oder  die  Aorta  selbst  oder
die  Cardinalvene,  mass  an  diesen  Theilen  die  ganze  Breite  und  das
Gefässlumen,  und  führte  aus  diesen  Messungen  die  Berechnungen  in
den  oben  angegebenen  Weisen  aus.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.