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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Die  Entwickelung  rühriger

Jedes  dieser  Verhältnisse  kann  abermal  variirt  werden,  je  nachdem
die  Kernstellung  eine  wandständige  mit  einander  berührenden  oder
möglichst  entfernten  Kernen  ist.
Aber  noch  andere  Verhältnisse  machen  sich  hei  der  Entwickelung ­
  der  Röhren  geltend,  wodurch  das  Gefässlumen  auf  Kosten  der
Dicke  der  Gefässwände  sich  vergrössert.  Ich  hatte  schon  bei  der
Entwickelung  der  Knochen  und  Knorpeln  darauf  hingewiesen,  dass  bei
zunehmender  Vergrösserung  der  Marksysteme  sich  die  dasselbe  umgebenden ­
  Zonen  (Kern  und  Aussenschale)  wieder  in  Schichten  theilen
und  zwar  so,  dass  das  ursprüngliche  Zellenentwickelungs-Gesetz  auch
auf  diese  Spaltung  anzuwenden  ist,  dass  sonach  eine  Zone  in  2,  in  3
oder  4  Schichten  zerfallen  kann,  je  nachdem  man  in  der  mehrmals
citirten  Formel  für  n  den  Werth  2  oder  3  einsetzt,  und  die  supponirte
  Kernstellung  entweder  central  oder  wandständig  genommen
wird.  Bei  fortgesetztem  Wachsthume  wird  wieder  jede  dieser  Schichten ­
  einer  weitern  Theilung  und  zwar  abermals  nach  den  angegebenen ­
  Gesetzen  unterworfen  werden,  und  so  lässt  sich  an  Knochenschnitten ­
  oft  eine  Abtheilung  in  10  und  mehr  concentrischen  Kreisen
erkennen.  Von  dieser  an  Knorpeln  und  Knochen  gemachten  Erfahrung ­
  ging  ich  auch  bei  der  Beurtheilung  anderer  Röhren  und  namentlich ­
  der  Gefässe  aus,  nur  dass  hier  die  den  Umständen  angemessenen
Modificationen  eintreten  mussten.  Ich  hielt  daher  die  Annahme  fest,
dass  die  Vergrösserung  des  Gefässlumens  auf  Kosten  dieser  Schichten ­
  vor  sich  gehen  könne,  und  dass  man  daher  zu  dem  ursprünglichen
Gefässlumen  noch  eine  oder  die  andere  Schichte  der  Kernzone  oder
diese  selbst  und  sogar  eine  oder  die  andere  Schichte  der  Aussenzone
hinzuzuzählen  habe,  um  das  nachherige  Gefässlumen  zu  erhalten,  immer
vorausgesetzt  jedoch,  dass  das  Abtheilen  in  Schichten  nicht  nach
Belieben,  sondern  dem  mehrfach  erwähnten  Gesetze  entsprechend
geschehe.  Der  Erfolg  sprach  zu  Gunsten  dieser  Voraussetzung,  und
es  zeigte  sieh,  dass  dieser  Gang  der  Entwickelung  für  die  meisten
grösseren  Röhren,  nicht  bloss  für  die  Gefässe,  gelte  und  dass  der  genetischen ­
  Abtheilung  in  diese  Schichten  nicht  selten  eine  Abtheilung  der
Röhrenwand  in  histologisch  verschiedene  Schichten,  wie  Längsfaserhaut, ­
  Ringfaserhaut,  elastisches  und  Bindegewebe  u.  s.w.  entspricht.
Die  von  mir  gemessenen  Gefässe  sind  nun  nach  diesem  Principe
berechnet  und  im  Nachstehenden  übersichtlich  zusammengestellt
worden,  und  zwar  lasse  ich  jene  Fälle  vorausgehen,  wo  das  Lumen  um
            
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