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Engel. Die Entwickelung rühriger
Jedes dieser Verhältnisse kann abermal variirt werden, je nachdem
die Kernstellung eine wandständige mit einander berührenden oder
möglichst entfernten Kernen ist.
Aber noch andere Verhältnisse machen sich hei der Entwickelung
der Röhren geltend, wodurch das Gefässlumen auf Kosten der
Dicke der Gefässwände sich vergrössert. Ich hatte schon bei der
Entwickelung der Knochen und Knorpeln darauf hingewiesen, dass bei
zunehmender Vergrösserung der Marksysteme sich die dasselbe umgebenden
Zonen (Kern und Aussenschale) wieder in Schichten theilen
und zwar so, dass das ursprüngliche Zellenentwickelungs-Gesetz auch
auf diese Spaltung anzuwenden ist, dass sonach eine Zone in 2, in 3
oder 4 Schichten zerfallen kann, je nachdem man in der mehrmals
citirten Formel für n den Werth 2 oder 3 einsetzt, und die supponirte
Kernstellung entweder central oder wandständig genommen
wird. Bei fortgesetztem Wachsthume wird wieder jede dieser Schichten
einer weitern Theilung und zwar abermals nach den angegebenen
Gesetzen unterworfen werden, und so lässt sich an Knochenschnitten
oft eine Abtheilung in 10 und mehr concentrischen Kreisen
erkennen. Von dieser an Knorpeln und Knochen gemachten Erfahrung
ging ich auch bei der Beurtheilung anderer Röhren und namentlich
der Gefässe aus, nur dass hier die den Umständen angemessenen
Modificationen eintreten mussten. Ich hielt daher die Annahme fest,
dass die Vergrösserung des Gefässlumens auf Kosten dieser Schichten
vor sich gehen könne, und dass man daher zu dem ursprünglichen
Gefässlumen noch eine oder die andere Schichte der Kernzone oder
diese selbst und sogar eine oder die andere Schichte der Aussenzone
hinzuzuzählen habe, um das nachherige Gefässlumen zu erhalten, immer
vorausgesetzt jedoch, dass das Abtheilen in Schichten nicht nach
Belieben, sondern dem mehrfach erwähnten Gesetze entsprechend
geschehe. Der Erfolg sprach zu Gunsten dieser Voraussetzung, und
es zeigte sieh, dass dieser Gang der Entwickelung für die meisten
grösseren Röhren, nicht bloss für die Gefässe, gelte und dass der genetischen
Abtheilung in diese Schichten nicht selten eine Abtheilung der
Röhrenwand in histologisch verschiedene Schichten, wie Längsfaserhaut,
Ringfaserhaut, elastisches und Bindegewebe u. s.w. entspricht.
Die von mir gemessenen Gefässe sind nun nach diesem Principe
berechnet und im Nachstehenden übersichtlich zusammengestellt
worden, und zwar lasse ich jene Fälle vorausgehen, wo das Lumen um