Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  iin  thierischen  Organismus.

567

dass  für  den  Waclisthums-Coiiflicienteii  2  die  Kernzone  um  1  breiter
ist  als  die  kernlose  Zone),  oder  das  Gefässlumen  ist  um  die  Einheit
kleiner  als  der  gefundene  Rest;  dann  war  die  Combination  eine
widersinnige,  d.  h.  mit  wandständigen  möglichst  weit  von  einander
gerückten  Kernen  und  dem  Wachstliumscoefficienten  2,  oder  wenn
man  den  Rest  um  die  Einheit  vermindert  und  dann  das  Gefässlumen
damit  vergleicht,  so  ist  letzteres  ein  genaues  Multiplum  des  um  die
Einheit  verminderten  Restes  und  man  findet  den  Vergrösserungs-Coeflicienten
  durch  Division  dieses  Restes  in  das  gefundene  Gefässlumen.  Der
ganze  Vorgang  fusst  auf  dem  ursprünglichen  Zellen-Entwickelungs-Gesetze,
  dann  auf  dem  Erfahrungssatze,  dass  die  Vergrösserung  des
Markraumes  oder  der  Röhrenlichte  nach  ganzen  Zahlen  erfolgt.
Man  wird  übrigens  leicht  bemerken,  dass  die  erste  Abtheilung
der  2.  Tabelle  auch  nach  der  in  der  1.  Tabelle  angewandten  Methode
sich  hätte  berechnen  lassen.  Nimmt  man  z.  B.  den  41.  Fall,  so  würde  die
Gefässwand  nach  dieser  Methode  in  zwei  Zonen  zu  zertheilen  sein,
von  denen  die  doppelte  äussere  0-45,  die  Kernwand  1-4S  betrüge;
erstere  gäbe  mit  m  =12  multiplicirt  5-4,  also  genau  die  gefundene
Lichte  des  Gefässes.  ich  habe  jedoch  die  Methode  der  2.  Tabelle
vorgezogen,  weil  die  Dünne  der  Wände  eine  ursprüngliche  Entwickelung
aus  zwei  Schichten  unwahrscheinlich  macht,  weil  man  bei  so  kleinen
Gefässen  nie  eine  Spaltung  der  Wand  in  zwei  coucentrische  Schichten
findet,  während  eine  solche  bei  etwas  grösseren  Gefässen  in  der  That
m  dem  Erscheinen  einer  längs-  und  querovalen  Haut  ihre  Stütze  findet.
Die  ganze  Untersuchung  wirft  ein  Licht  auf  die  Entwickelung
der  Gefässe;  es  stellt  sich  aus  derselben  die  Annahme  als  begründet
heraus,  dass  die  Gefässe  aus  Muttercysten  oder  sogenannten  Keimen
hervorgehen,  und  wenn  auch  eine  directe  Beobachtung  dieser  Entwickelung ­
  von  mir  nicht  beigebracht  werden  kann,  so  halte  ich  doch
die  angeführten  Beweise  für  nicht  minder  gültig  und  überzeugend.
Mit  den  Wachsthums-Coefficienten  2  und  3  sind  schon  bei  den
ursprünglichen  Gefässen  (in  denen  das  Lumen  noch  keine  nachträgliche ­
  Vergrösserung  erfahren)  drei  Verhältnisse  möglich.  Ist  nämlich
für  den  Exponenten  2  die  Kernstellung  eine  wandständige,  so  ist  das
Gefässlumen  die  Hälfte  der  Gefässbreite  minus  der  Einheit;  ist  der
Kern  dagegen  bei  demselben  Exponenten  centralständig,  so  ist  das
Gefässlumen  der  4.  Tlieil,  für  den  Exponenten  3  dagegen  unter  denselben ­
  Umständen  der  3.  Theil  oder  2  Drittheile  des  Gefässlumens.
Sitab.  d.  mathem.-naturw.  CI.  X.  Bd.  IV.  Hft.

40
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.