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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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Da  sich  in  dieser  Tabelle  die  positiven  und  negativen  Differenzen
geradezu  aufheben,  so  mag  das  oben  ausgesprochene  Gesetz  in  diesen
Fällen  wenigstens  als  bewiesen  angesehen  werden.  Zudem  wird  im
weiteren  Verlaufe  dieser  Abhandlung  noch  hinreichend  Gelegenheit
geboten  werden,  die  Allgemeingültigkeit  des  Gesetzes,  wenn  auch
gerade  nicht  an  Gefässen,  doch  an  anderen  Canälen  zu  prüfen  und  zu
erhärten.
Es  wird  sich  übrigens  bald  zur  Genüge  herausstellen,  dass  bei
grösseren  Canälen  und  Gefässen  eine  zwar  in  demselben  Gesetze
gegründete  aber  doch  vom  bisherigen  Typus  in  etwas  abweichende
Art  der  Entwickelung  häufiger  vorkommt,  während  kleinere  Gefässe
dem  bisher  erwähnten  Typus  mehr  sich  anpassen.  Wenn  der  Werth
des  Yergrösserungs-Coefficienten  m  für  kleine  Gefässe  ein  ungleich
höherer  ist  als  für  grosse  Gefässe,  so  rührt  dies  grösstentheils  davon
her,  dass  die  kleinen  Gefässe  bei  Erwachsenen,  die  grösseren  Gefässe
dagegen  aus  dem  Gefässhlatte  des  Hühnerfötus  zum  Theile  genommen ­
  wurden.  Je  näher  aber  ein  Gefäss  nach  seiner  Entwickelung  ist,
desto  mehr  gilt  für  dasselbe  das  einfache  Gesetz  B  =  3  L  -)—  1,  wovon ­
  man  sich  leicht  durch  Untersuchungen  an  dem  Gefässblatte  der
Keimscheibe  und  anderen  fötalen  Theilen  wird  überzeugen  können.
Nebenbei  kann  bemerkt  werden,  dass  die  Gefässwände  im  Verhältnisse ­
  zum  Lumen  um  so  dicker  sind,  je  kleiner  die  Gefässdimensionen
  überhaupt  sind.  So  habe  ich  aus  obiger  Tabelle  S  Reihen
gebildet,  von  denen  jede  5  an  Breite  einander  sehr  nahekommende
Gefässe  enthält,  den  mittleren  Durchmesser  des  Lumens  und  der
ganzen  Gefasshreite  für  jede  Reihe  bestimmt  und  dann  als  Verhältmsszahlen
  für  das  Lumen  zum  ganzen  Gefässdurchmesser  folgende
gefunden:
Bei  einer  Gefässbreite  6-6  ein  Lumen  4-2,  folglich  das  Verhältniss
  1:0•  639;  bei  einer  Gefässbreite  9*4  ein  Lumen  6-1,  folglich ­
  das  Verhältniss  1:0 , 649;  bei  einer  Gefässbreite  13-3  ein
Lumen  9'10,  folglich  das  Verhältniss  1:0-688;  bei  einer  Gefässbreite ­
  27-3  ein  Lumen  19-3,  folglich  das  Verhältniss  1:0-707.  Die
letzten  Numern  der  obigen  Tabelle  dürfen  desswegen  hier  nicht  in
Anbetracht  kommen,  weil  sie,  wie  bemerkt,  aus  fötalen  Theilen
stammen.
Ich  lasse  dieser  Übersicht  nun  noch  andere  folgen,  bei  welchen
von  der  Voraussetzung  ausgegangen  wurde,  dass  die  in  den  beiden
            
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