Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  tbierischen  Organismus.

561

bei  grösseren  Objecten  mit  Beihülfe  einer  50  —  lOOmaligen  Vergrösserung.
  Als  Masseinheit  wurde  0-0001  Pariser  Zoll  genommen,
so  dass  durch  die  ganze  Abhandlung  die  ganzen  Zahlen  immer  als
Zehntausendstel  Pariser  Zolle  gelesen  werden  müssen.
Wie  oben  bemerkt  worden,  bin  ich  bei  den  Berechnungen  von
der  Formel  S  =  3  M  -j-  0-0001  ansgegangen,  welche  auf  der  Voraussetzung ­
  beruht,  dass  die  beiden  sich  mit  einander  verbindenden
Zellen  vollständig  centralständige  Kerne  besitzen;  ich  werde  daher
auch  Fälle,  auf  die  jene  Formel  angewendet  werden  kann,  den  anderen
vorausschicken.  Gleichgültig  ist  es  hierbei  für  die  Berechnung,  ob
die  beiden  Zellen  mit  ihren  Kernen  gleich  gross  sind  oder  nicht;  dies
wird  wohl  Einfluss  auf  die  Symmetrie,  keinen  aber  auf  die  Grösse
des  Lumens  haben.  Dass  es  übrigens  Gefässe  gibt,  deren  Wände
nicht  allenthalben  gleich  dick  sind,  davon  wird  man  sich  bei  Untersuchungen ­
  physiologischer  Theile  leicht  überzeugen.  Der  genaue  Ausdruck ­
  tS  =  3M-j-  1  passt  übrigens  nur  für  Gefässe,  die  in  der  Entwickelung ­
  begriffen  sind,_  und  bei  diesen  nur  für  kurze  Zeit;  für  alle
anderen  Gefässe  ist  bereits  eine  verhältnissmässig  bedeutende  Vergrösserung
  des  Lumens  anzunehmen.
Das  die  Blutcanäle  umgebende  Bindegewebe  wurde  nicht  in
Rechnung  gebracht,  doch  steht  es,  wie  ich  mich  überzeugte,  gleichfalls ­
  in  einem  aus  jener  Formel  abzuleitenden  Verhältnisse  zur  Dicke
des  Gefässes.
Was  nun  die  Rechnung  betrifft,  so  ist  sie  einfach  folgende:  die
gemessene  Gefässbreite  wird  in  jedem  Falle  um  die  Einheit  vermindert, ­
  und  dann  die  so  erhaltene  Zahl  mit  dem  gemessenen  Gefässlumen
  verglichen.  Ist  die  erste  Zahl  durch  die  letzte  ohne  Rest  theilbar,
so  gibt  der  Quotient  den  Werth  des  Coefficienten  n,  der  gewöhnlich
2  oder  3  ist,  und  wie  bekannt  von  mir  der  Wachsthumscoefficient
genannt  wird.  Trifft  dagegen  wie  es  gewöhnlich  der  Fall  ist,  dieses
ursprüngliche  Verhältniss  nicht  ein,  so  verfährt  man  in  folgender
Art:  Man  zieht  den  Durchmesser  des  Gefässlumens  von  derGesammtbreite
  des  Gefässes  ab,  und  vermindert  den  gefundenen  Rest  um  die
Einheit.  Ist  nun  durch  den  so  gefundenen  Rest  das  Gefässlumen  ohne
Rest  theilbar,  so  ist  der  erhaltene  Quotient  die  Hälfte  des  Werthes
des  Vergrösserungscoefficientem  m,  und  man  erhält  die  doppelte
Ricke  der  Aussenschale,  wenn  man  diesen  Rest  durch  2  theilt,  die
doppelte  Dicke  der  Kernschale,  wenn  man  den  durch  die  Division  mit
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.