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Engel. Die Entwickelung röhriger
Hierbei können die gleichsinnigen Combinationen nur .solche mit
centralständigem Kerne, die widersinnigen Combinationen aber solche
mit dem Maximo oder Minimo sein.
Eine endogene Zellen-Entwickelung in der Art, dass sich in
einem fertigen Markraume eine neue Combination mit einem neuen
Markraume bildet, findet sich nur bei den grösseren Arterien, und
vielleicht auch bei diesen nicht häufig; ich werde im Verlaufe Gelegenheit
haben, einen oder den anderen Fall zu erwähnen.
Ich führe nun zunächst eine Reihe von Messungen an, welche zur
Aufgabe haben, das Verhältniss der Dicke der Wand zum Durchmesser
der Gefässlichte festzustellen. Gemessen wurde der Durchmesser des
ganzen Gefässes, dann der Durchmesser der Lichtung; bei der Berechnung
wurde von der Formel S= 3 M-|- 0-0001 ausgegangen. Jede
Messung wurde, und dies gilt für die ganze Abhandlung, mehrmals
(zum mindesten zweimal, in einigen Fällen selbst achtmal) wiederholt,
und die in den folgenden Tabellen angegebenen Zahlen sind
daher immer Mittelzahlen aus meist sehr genau stimmenden Messungen;
zur mikrometrischen Messung wurden nur Präparate verwendet,
welche durch ihre regelmässige Form und Lagerung die natürlichsten
Verhältnisse erwarten Hessen. Die Präparationsmethode werde ich bei
den einzelnen Gegenständen angeben; was die Gefässe betrifft, so ist
dies höchst einfach, da nur hautartige durchsichtige Theile, wie Hirnhäute,
Netze und dergleichen, zur Untersuchung angewendet wurden.
Diese Theile wurden, ohne Zerrung anzuwenden, auf eine Glastafel
ausgebreitet; Wasser wurde nur so viel zugesetzt, als zum Ersätze
für die Verdunstung nöthig war; Zusatz von Essigsäure erwies sich
namentlich an mehrhäutigen Gefässen wegen der daraus entstehenden
unregelmässigen Faltung als unzweckmässig. Grössere Gefässe wurden
weniger als kleine benützt, da sie durch die Lage auf einer Glasplatte
leicht eine der Berechnung ungünstige Abplattung erleiden; die
Untersuchung an den Aorten wurde daher hauptsächlich an Durchschnitten,
die durch den Fötus gemacht wurden, vorgenommen, wo
die Beschaffenheit der das Rohr umgebenden Theile eine Formveränderung
nicht zuliess, oder das Gefäss wurde auch in zwei Hauptdimensionen
gemessen, und aus beiden Messungen das Mittel genommen
und dies der Berechnung zu Grunde gelegt. Wo es nicht ausdrücklich
anders bemerkt worden, sind alle Messungen mikrometrische >
bei kleinen Gegenständen unter Anwendung einer 300—400fachen,