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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Die  Entwickelung  röhriger

Hierbei  können  die  gleichsinnigen  Combinationen  nur  .solche  mit
centralständigem  Kerne,  die  widersinnigen  Combinationen  aber  solche
mit  dem  Maximo  oder  Minimo  sein.
Eine  endogene  Zellen-Entwickelung  in  der  Art,  dass  sich  in
einem  fertigen  Markraume  eine  neue  Combination  mit  einem  neuen
Markraume  bildet,  findet  sich  nur  bei  den  grösseren  Arterien,  und
vielleicht  auch  bei  diesen  nicht  häufig;  ich  werde  im  Verlaufe  Gelegenheit ­
  haben,  einen  oder  den  anderen  Fall  zu  erwähnen.
Ich  führe  nun  zunächst  eine  Reihe  von  Messungen  an,  welche  zur
Aufgabe  haben,  das  Verhältniss  der  Dicke  der  Wand  zum  Durchmesser
der  Gefässlichte  festzustellen.  Gemessen  wurde  der  Durchmesser  des
ganzen  Gefässes,  dann  der  Durchmesser  der  Lichtung;  bei  der  Berechnung ­
  wurde  von  der  Formel  S=  3  M-|-  0-0001  ausgegangen.  Jede
Messung  wurde,  und  dies  gilt  für  die  ganze  Abhandlung,  mehrmals
(zum  mindesten  zweimal,  in  einigen  Fällen  selbst  achtmal)  wiederholt, ­
  und  die  in  den  folgenden  Tabellen  angegebenen  Zahlen  sind
daher  immer  Mittelzahlen  aus  meist  sehr  genau  stimmenden  Messungen; ­
  zur  mikrometrischen  Messung  wurden  nur  Präparate  verwendet,
welche  durch  ihre  regelmässige  Form  und  Lagerung  die  natürlichsten
Verhältnisse  erwarten  Hessen.  Die  Präparationsmethode  werde  ich  bei
den  einzelnen  Gegenständen  angeben;  was  die  Gefässe  betrifft,  so  ist
dies  höchst  einfach,  da  nur  hautartige  durchsichtige  Theile,  wie  Hirnhäute, ­
  Netze  und  dergleichen,  zur  Untersuchung  angewendet  wurden.
Diese  Theile  wurden,  ohne  Zerrung  anzuwenden,  auf  eine  Glastafel
ausgebreitet;  Wasser  wurde  nur  so  viel  zugesetzt,  als  zum  Ersätze
für  die  Verdunstung  nöthig  war;  Zusatz  von  Essigsäure  erwies  sich
namentlich  an  mehrhäutigen  Gefässen  wegen  der  daraus  entstehenden
unregelmässigen  Faltung  als  unzweckmässig.  Grössere  Gefässe  wurden
weniger  als  kleine  benützt,  da  sie  durch  die  Lage  auf  einer  Glasplatte
leicht  eine  der  Berechnung  ungünstige  Abplattung  erleiden;  die
Untersuchung  an  den  Aorten  wurde  daher  hauptsächlich  an  Durchschnitten, ­
  die  durch  den  Fötus  gemacht  wurden,  vorgenommen,  wo
die  Beschaffenheit  der  das  Rohr  umgebenden  Theile  eine  Formveränderung ­
  nicht  zuliess,  oder  das  Gefäss  wurde  auch  in  zwei  Hauptdimensionen ­
  gemessen,  und  aus  beiden  Messungen  das  Mittel  genommen ­
  und  dies  der  Berechnung  zu  Grunde  gelegt.  Wo  es  nicht  ausdrücklich ­
  anders  bemerkt  worden,  sind  alle  Messungen  mikrometrische  >
bei  kleinen  Gegenständen  unter  Anwendung  einer  300—400fachen,
            
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