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Engel. Die Entwickelung rühriger
habe allen Grund, ihr häufiges Vorkommen anzunehmen. Bei dieser Art
Verschmelzung verbindet sieb Aussenschale mit Aussenschale, Kernschale
mit Kernschale, Markraum mit Markraum; erstere beide, indem
sie die Wände der Röhre bilden, während die in einander fliessenden
Markräume die Höhlungen der Canäle veranlassen. Diese Verschmelzung
ist wieder eine centrale, indem die gebildeten Röhren eine ganz
gerade oder nur wenig gebogene Richtung haben, oder sie wird zur
excentrischen, indem sich mit Benützung des Muldenraumes ein Bläschen
an ein anderes anlegt. Diese letztere Art ist bereits oben erörtert worden.
Ich habe diese allgemeinen, der Erfahrung entnommenen Sätze
vorangestellt, selbst auf die Gefahr bin, dass man sie für künstlich
erdachte und nicht in der Wirklichkeit begründete nehmen könnte.
Ich hielt es nämlich für zweckmässig, so viel herauszuheben als zur
Orientirung in den detaillirten Untersuchungen nothwendig ist, und
wende mich nun zu dieser Detailuntersuchung selbst. Ich beginne
mit den Durchmesser-Bestimmungen über Blutgefässe.
Ich habe an Blutgefässen von Erwachsenen das Verhältniss des
Lumens zur Dicke ihrer Wände zu dem Zwecke untersucht, um über
die Art der Entwickelung dieser Röhren Aufschlüsse zu erhalten.
Zeigt sich nämlich hier zwischen Lumen und Wanddicke ein ähnliches
durch Zahlen ausdrückbares Gesetz, wie bei Knorpeln und Knochen
zwischen dem Lumen einer Markröhre und der Dicke des umgebenden
Knorpel- oder Knochenwalles, dann, glaube ich, wird kaum ein
gegründeter Zweifel über die ganz ähnliche Entwickelung dieser verschiedenen
Theile obwalten. Dann entwickeln sich auch die Blutgefässe
nicht unmittelbar durch das Verschmelzen einfacher Zellen, sondern
nach vorausgegangener aus der Verbindung zweier Zellen erfolgter
Bildung von Markräumen mit Kern- und Aussenschale, und erst nachträglichem
Zusammenflüsse dieser anfangs isolirt auftretenden Gebilde.
Spaltung des Inhaltes einer Mutterzelle, seitliche Verwachsung zweier
sich unmittelbar berührenden Zellen, dies sind die ersten Vorgänge,
die bei der Gefässbildung auftreten; ihnen folgt erst die reihenweise
Verschmelzung hintereinander liegender Keime nach einem bestimmten
Gesetze. Ich führe sonach eine neue Beweisart in die Entwickelungsgeschichte
ein; wo die Zartheit der Theile, wie bei den feineren
Blutgefässen, eine directe Beobachtung ihrer Entwickelung schwer
möglich macht, wird man aus dem ausgebildeten Theile auf die Art
seiner Entwickelung mit Sicherheit zurückschliessen können. Wo sich