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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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dargestellt  ist.  Dass  in  dem  letzteren  Falle  bestimmte  numerische
Verhältnisse  für  die  einzelnen  Formen  unter  der  Bedingung  nachgewiesen ­
  werden  können,  dass  überhaupt  alle  Theile  in  Kugelform
sich  bilden,  bedarf  keiner  weiteren  Erwähnung.  Erhalten  die  Keime
eine  andere  als  die  Kugelform,  so  gilt  die  Regel,  dass  die  später
entstandenen  ihre  Form  den  bereits  vorhandenen  anpassen.
Die  so  gebildeten  blasenartigen  Keime  mit  ihrem  mannigfach
beschaffenen  Inhalte  verbinden  sich  und  verschmelzen  wohl  auch  nicht
selten  zu  ganzen  Systemen.  Natürlich  ist  auch  dieser  Vorgang  an
gewisse  Gesetze  gebunden,  deren  Erforschung  gewiss  keine  undankbare ­
  Aufgabe  sein  würde.  Ich  werde  hier  nur  die  zwei  Hauptformen
dieser  Verbindungen  in  Kürze  auseinander  setzen.
Ich  nenne  eine  Verbindung  zweier  oder  mehrerer  dieser  Keime
eine  äussere,  wenn  sich  eben  nur  die  Aussenschalen  derselben  an  einanderlagern ­
  und  mit  einander  verschmelzen  (Fig.  39,«).  Es  entstehen
hier  Formen,  die  ich  in  der  Figur  dargestellt  habe.  Diese  Art  der
Verbindung  ist  eine  sehr  häufige  und  die  Grundlage  des  Driisensystems.
  Die  mit  einander  verschmolzenen  Räume  füllen  sich  mit
neuen  Elementen,  und  wandeln  sich  je  nach  Zweck  und  Umständen
entweder  zu  einem  Röhren-  oder  zu  einem  Fasersysteme  um.  Die
dazwischen  liegenden  Markräume  (4)  bleiben  entweder  hohl  und
füllen  sich  mit  Flüssigkeit,  oder  sind  die  Ablagerungsorte  neuer  aber
von  jenen  in  der  Aussenschale  befindlichen  verschiedenen  Elemente,
und  sie  können  wieder  selbst  unter  einander  in  Verbindung  treten,  ein
von  dem  ersteren  verschiedenes  Röhrensystem  bildend,  oder  aber  sie
fallen  zusammen,  ihre  Wände  dehisciren  zuletzt  vollständig  und  hinterlassen ­
  eine  Lücke,  welche  nur  hie  und  da  noch  von  Membranresten  überbrückt ­
  erscheint.  Ich  werde  diese,  in  der  Regel  bedeutend  vergrösserten
Räume  bei  den  Untersuchungen,  bei  denen  sie  berücksichtigt  werden
müssen,  Lacunen  nennen.  Bei  dieser  Art  von  Verbindung  kann  die
Kernsehale  entweder  gleichfalls  mit  der  Aussenschale  verschmelzen,
oder  sie  bleibt  in  ihrer  Entwickelung  strenge  von  letzterer  geschieden.
Eine  andere  Art  von  Verbindung,  welche  ich  mit  dem  Namen,
»vollständige"  oder  Verschmelzung  belege,  findet  dann  Statt,  wenn
mehrere  hinter  einander  liegende  Bläschen  mit  ihren  gleichnamigen
Theilen  vollkommen  in  einander  überfliessen  (Fig.  39,  ö).  Sie  ist  diejenige ­
  Art  der  Verbindung,  die  man  sieh  hei  der  Entwickelung  der
>m  Thierorganismus  vorhandenen  Röhren  wirksam  dachte,  und  ich
            
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