und blasiger Gebilde im thierischen Organismus.
S57
dargestellt ist. Dass in dem letzteren Falle bestimmte numerische
Verhältnisse für die einzelnen Formen unter der Bedingung nachgewiesen
werden können, dass überhaupt alle Theile in Kugelform
sich bilden, bedarf keiner weiteren Erwähnung. Erhalten die Keime
eine andere als die Kugelform, so gilt die Regel, dass die später
entstandenen ihre Form den bereits vorhandenen anpassen.
Die so gebildeten blasenartigen Keime mit ihrem mannigfach
beschaffenen Inhalte verbinden sich und verschmelzen wohl auch nicht
selten zu ganzen Systemen. Natürlich ist auch dieser Vorgang an
gewisse Gesetze gebunden, deren Erforschung gewiss keine undankbare
Aufgabe sein würde. Ich werde hier nur die zwei Hauptformen
dieser Verbindungen in Kürze auseinander setzen.
Ich nenne eine Verbindung zweier oder mehrerer dieser Keime
eine äussere, wenn sich eben nur die Aussenschalen derselben an einanderlagern
und mit einander verschmelzen (Fig. 39,«). Es entstehen
hier Formen, die ich in der Figur dargestellt habe. Diese Art der
Verbindung ist eine sehr häufige und die Grundlage des Driisensystems.
Die mit einander verschmolzenen Räume füllen sich mit
neuen Elementen, und wandeln sich je nach Zweck und Umständen
entweder zu einem Röhren- oder zu einem Fasersysteme um. Die
dazwischen liegenden Markräume (4) bleiben entweder hohl und
füllen sich mit Flüssigkeit, oder sind die Ablagerungsorte neuer aber
von jenen in der Aussenschale befindlichen verschiedenen Elemente,
und sie können wieder selbst unter einander in Verbindung treten, ein
von dem ersteren verschiedenes Röhrensystem bildend, oder aber sie
fallen zusammen, ihre Wände dehisciren zuletzt vollständig und hinterlassen
eine Lücke, welche nur hie und da noch von Membranresten überbrückt
erscheint. Ich werde diese, in der Regel bedeutend vergrösserten
Räume bei den Untersuchungen, bei denen sie berücksichtigt werden
müssen, Lacunen nennen. Bei dieser Art von Verbindung kann die
Kernsehale entweder gleichfalls mit der Aussenschale verschmelzen,
oder sie bleibt in ihrer Entwickelung strenge von letzterer geschieden.
Eine andere Art von Verbindung, welche ich mit dem Namen,
»vollständige" oder Verschmelzung belege, findet dann Statt, wenn
mehrere hinter einander liegende Bläschen mit ihren gleichnamigen
Theilen vollkommen in einander überfliessen (Fig. 39, ö). Sie ist diejenige
Art der Verbindung, die man sieh hei der Entwickelung der
>m Thierorganismus vorhandenen Röhren wirksam dachte, und ich