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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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Das  Innere  des  Keimes  unterliegt  einer  anderen  Umwandlung,  als  die
kreuzförmige  Mulde;  jenes  entwickelt  z.  B.  Zellen,  diese  dagegen
entwickelt  sich  zu  einem  faserigen  Gewebe.
Oder  die  sich  berührenden  Wände  spalten  sich  in  mehrere
Schichten,  von  denen  nur  die  einander  unmittelbar  anliegenden  verschmelzen. ­
  Jede  dieser  Schichten  kann  sich  unabhängig  von  der
nächsten  und  histiologisch  von  dieser  verschieden  entwickeln.
Der  Raum  a,  Fig.  33,  wo  alle  4  Keime  Zusammentreffen,  hat
anfangs  eine  vierseitige  Form,  nimmt  später  häufig  einen  rundlichen ­
  Querschnitt  an,  und  ist  an  den  Endpunkten  (in  der  Zeichnung
in  einer  auf  der  Ebene  des  Papieres  senkrechten  Richtung)  trichterartig
  erweitert;  dieser  Raum  ist  besonders  wichtig,  ist  häufig  ganz
selbstständiger  Entwickelungen  fähig,  die  ihn  umschliessenden  Keimwände ­
  ergänzen  sich  häufig,  lliessen  um  diesen  Raum  zusammen  und
bilden  dadurch  einen  vollständigen  Canal.
Jede  Muldenerweiterung  am  Ende  der  kleineren  Furchungsrinnen
  (a,  Fig.  32)  ist  geeignet,  ein  oder  mehrere  Blasteme  zu  entwickeln, ­
  die  entweder  eine  rundliche  Form  besitzen  oder  auch  die
Gestalt  des  Muldenraumes  annehmen.  Und  auch  hier  treten  nun  wieder ­
  mannigfache  Verhältnisse  auf.
Die  in  diesen  Erweiterungen  abgelagerten  Blasteme  entwickeln
sich  isolirt  und  unabhängig  von  allen  anderen  nebenliegenden  (Fig.  34).
Oder  sie  bilden  sich  in  Keime  um,  deren  Innenräume  mit  jenen
der  anliegenden  Kreuzungsmulde  zusammenmünden  (Fig.  35).
Oder  sie  fliessen  mit  den  benachbarten  Keimen  zweiter  Ordnung
zusammen,  und  wieder  entweder  so,  dass  ihre  Innenräume  communieiren,
  oder  bloss  in  der  Art,  dass  die  sich  berührenden  Wände  verschmelzen. ­
  In  dem  letzteren  Falle  Aviederholen  sich  wieder  alle  Einzelheiten ­
  an  den  Furchungsmulden,  die  bereits  oben  auseinander
gesetzt  worden  sind.
Jedes  Muldenblastem  kann  aber  ganz  in  derselben  Weise  nach
seiner  Entwickelung  zum  Keime  durch  fortwährende  Spaltung  im
Keime  der  ersten,  zweiten  und  jeder  anderen  Ordnung  zerfallen,  und
immer  werden  sich  dieselben  Erscheinungen  wiederholen.
Die  Keime  der  zweiten  Ordnung  spalten  sich  wieder  in  je  zwei
Keime  der  dritten  Ordnung,  diese  in  je  zwei  Keime  der  vierten  Ordnun
 £  u.  s.  w.,  und  so  entstehen  in  dem  ursprünglichen  Mutterkeime
2,  dann  4,  dann  8,  16  neue  Blasteme  und  Keime,  wie  mit  den  ent-
            
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