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Engel. Die Entwickelung rohriger
hält sich dann gewöhnlich zum Querdurchmesser des Stammes, wie
1: 3. Geht die Entwickelung des Muldenkeimes am Ende einer
röhrenartig verlängerten Muttercyste oder am Ende einer Röhre
überhaupt vor sich, so erscheint diesesEnde dadurch kolbig erweitert,
und der Durchmesser dieses Kolbens (Fig. 28, 29) ist oft gleich dem
Durchmesser dieser Röhre plus y 3 dieses um 0-0001 P. Z. verminderten
Durchmessers. Beträgt z. B. der Durchmesser der Röhre
0-0019 P. Z., so ist der Durchmesser des kolbigen Endes = 0 • 0019
0 0019 „ ° °° 0i = 0-0025. Ich habe in meiner Arbeit über die
Knochenentwickelung den Grund angedeutet, auf welchem diese Erscheinung
fusst. Entsteht in letzterer abermal ein Muldenblastem, so
bildet sich die Figur 30 und man sieht, wie diese Art Entwickelung
zur Sprossen- und Astbildung Veranlassung geben kann. So viel einstweilen
hierüber im Allgemeinen.
Gerade die Muldenblasteme bilden sehr häufig jene Punkte, an
welche sich andere Blasteme anlagern, um röhrenartige Verzweigungen,
Netzwerke und andere Gebilde zu erzeugen, deren mannigfache
Gestaltung und Entwickelung eben Zweck der anatomischenForschung
ist. Sie verdienen daher eine besondere Aufmerksamkeit.
Ihre Zahl ist entweder eine sehr beschränkte oder es entstehen
fort und fort neue Blasteme, so wie durch Vergrösserung der umliegenden
Keime neuer Raum geboten wird, wie dies aus den späteren
Untersuchungen noch zur Genüge erhellen wird.
Endlich ist auch noch zu erwähnen, dass, woferne eine oder
zwei unpaare Muldenblasteme vorhanden sind, diese auch mit den in
der Scheidewand befindlichen Blastemen nach der in der Figur 31
angegebenen Art in eine Masse verschmelzen können.
Wie das Mutterplastem nach seiner Umwandlung in einen Keim,
so ist auch jedes der Tochterblasteme entweder als solches, oder
nachdem es Keim geworden, einer neuen Furchung fähig. So entstehen
ausser den Hauptmulden noch Nebenmulden und Blasteme oder
Keime der ersten, zweiten, dritten Ordnung.
Jeder Keim der ersten Ordnung entwickelt anfangs in seinem
Innern nur zwei Blasteme oder Keime der zweiten Ordnung (Fig- 32).
Hierdurch erhält die Furchungsmulde eine kreuzförmige Gestalt, und
wieder sind hierbei verschiedene Fälle möglich.
Die sich berührenden Wände der Keime verschmelzen vollständig.
Hierdurch entsteht die in der Figur 33 abgebildete Gestalt.