so
Reuss.
tlieils mit sehr kleinen glänzenden Skalenoedern von Rothgiltigerz
besetzt. Die hier stattgefundenen chemischen Vorgänge sind den
schon früher berichteten analog, nur dass eine Verbindung von
Schwefelsilber und Arsensilber an die Stelle des metallischen Silbers
trat.
S. Eigentümliche sehr interessante Pseudomorphosen findet
man auf dem Geistergange bei Joacbimsthal in einer ihrer Beschaffenheit
nach sehr wechselnden Grundmasse eingewachsen. Sie ist
mitunter sehr dicht, fest und feinkörnig, grossentheils aus einem
Gemenge von Speiskobalt und Quarz zusammengesetzt, in welchem
hin und wieder kleine Partikeln von Kupferkies und noch
seltener von Bleiglanz eingewachsen sind. Die inliegenden Pseudomorphosen
sind bis 4 — 5"' gross, stahlgrau ins Zinnweisse geneigt,
stellenweise bunt angelaufen, glattflächig, glänzend, und lassen sich
teilweise unversehrt aus der Grundmasse auslösen. Sie stellen
Combinationen von H. O-D.Ci dar, und zeigen oftmals die Krümmung
und das blätterige Aussehen der Flächen, wie es an den Krystallen
des weissen Speiskobaltes so häufig ist. Im Querbruche bemerkt
man, dass die Afterkrystalle aus derselben feinkörnigen Masse
bestehen, in welcher sie eingewachsen sind.
An einem zweiten Handstücke, das noch eine Partie anhängenden
grünlichgrauen Glimmerschiefers wahrnehmen lässt, ist die
ebenfalls feinkörnige Grundmasse weniger compact, poröser und
besteht aus dünnstengligem Markasit, der sich in den etwas grösseren
Höhlungen zu schwarz beschlagenen kleinen, traubigen Gestalten
ausgebildet hat, und aus beinahe dichtem Speiskobalt, in welchem
Gemenge zahlreiche teilbare Partikeln rötlich angelaufenen gediegenen
Wismutes eingestreut sind. Die zahlreich eingewachsenen
Pseudomorphosen sind etwas kleiner als in dem vorerwähnten Exemplare,
sonst aber von gleicher Form und äusserer Beschaffenheit.
Wenn man sie zerschlägt, zeigt es sich, dass sie fast durchgehends
aus nickelhältigem Speiskobalt bestehen, der aber an verschiedenen
Stellen verschiedene Structur darbietet. Der Peripherie der Krystalle
zunächst bildet er eine kaum l / 2 '" dicke sehr compacte, äusserlicli
stark glänzende Schale, die sich von einem dunkler grauen, rauhen,
sonst aber dieselbe Krystallform darbietenden Kerne leicht trennen
lässt. Zwischen Schale und Kern bemerkt man nicht selten dünne
Blättchen gediegenen Wismuthes eingeschoben.