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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

und  blasiger  Gebilde  im  thierischen  Organismus.

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In  Folge  der  Theilung  oder  Furchung  des  Inhaltes  der  Keime
ändert  sich  gewöhnlich  die  Grösse  lind  die  Form  des  Mutterkeimes.
Die  früher  runde  Muttercyste  wird  nämlich  in  der  Richtung  länger,
welche  senkrecht  steht  auf  die  Theilungsfurche;  häufig,  wenn  auch
nicht  immer,  beträgt  diese  Verlängerung  y 3  der  vorigen  Grösse,  so
dass  nun  der  eine  Durchmesser  den  andern  um  y 3  der  Länge  des
letzteren  übertrifft.  Durch  successive  Theilung  nach  derselben
Richtung  wird  der  eine  Durchmesser  um  %,  um  die  ganze  Länge  des
zweiten  Durchmessers  grösser  u.  s.  w.,  die  ursprüngliche  Rlase
nimmt  allmählich  die  Form  eines  sehr  gedehnten  Ellipsoides,  zuletzt
mehr  die  Röhrenform  an.  Die  weiteren  Untersuchungen  werden  mir
Gelegenheit  geben,  die  nöthigen  Belege  für  das  Gesagte  zu  liefern.
Oft  bleibt  übrigens  auch  die  ursprünglich  runde  Form  trotz  der
vor  sich  gehenden  Theilung,  indem  die  Blasteme  in  der  mit  der  Theilungsfurche ­
  parallelen  Richtung  sich  nach  einem  grösseren  Coefficienten
  m  entwickeln.
Bildet  sich  in  der  Hauptmulde  zwischen  den  beiden  Tochterkeimen ­
  ein  neuer  Keim,  eine  Art  Knospe,  und  verschmilzt  diese  zuletzt ­
  mit  dem  einen  oder  dem  anderen  Tochterkeime  (selten  geschieht
es  mit  beiden),  so  entstehen  verschiedene  Formen,  welche  besonders
hei  ellipsoiden  Muttercysten  hervorzuheben  sind:
1.  Die  Anlagerung  und  die  Verschmelzung  des  neuen  Keimes
erfolgt  an  dem  Pole  der  Ellipse  (Fig.  22).
2.  Der  Keim  lagert  sich  in  der  Theilungsfurche,  und  zwar  an
einer  beliebigen  Stelle  derselben  ab.  Hierdurch  entsteht  eine
Form,  welche  im  Aufrisse  durch  die  Figur  23  dargestellt  wird.
Durch  verschiedene  Umstände,  wie  durch  besondere  Abplattung
der  Keime,  ungleiche  Entwickelung  beider  Tochterkeime,  sei  es
in  der  Länge  oder  Breite,  durch  übergrosse  Entwickelung  des
Muldenkeimes  und  dergleichen  können  noch  ferner  andere  Formen ­
  entstehen,  von  denen  die  Fig.  24,  25  Beispiele  abgeben.  Dass
übrigens  für  alle  diese  Formen  bestimmte  numerische  Verhältnisse ­
  nachgewiesen  werden  könnten,  bedarf  keiner  weiteren  Erörterung. ­

Haben  sich  zwei  Tochterkeime  besonders  in  einer,  auf  die  Theilungsfurche ­
  senkrechten  Richtung  röhrenartig  verlängert,  so  gibt  die
Entwickelung  des  Muldenkeimes  zur  seitlichen  Astbildung  Veranlassung ­
  (Fig.  26,  27),  und  der  Querdurclimesser  des  Astes  ver-39*

            
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