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Engel. Die Entwickelung rühriger
Im Innern des so erzeugten Keimes (dessen Wände man aber
ja noch nicht starr und unbeweglich sich denken möge) erscheint
nun die Bildung zweier kugeliger Massen (Fig. 13); diesen Bildungsprocess
nenne ich nacli einem bekannten Vorgänge die Blastemfurchung;
jede der neuen einander berührenden Blastemmassen die
Furchungskugeln; den sie trennenden, meridianartig verlaufenden, im
Durchschnitte dreiseitigen Baum abc heisse ich Furchungsmulde oder
Mulde schlechtweg, und Hauptmulde im Hinblicke auf ähnliche kleinere,
durch spätere Furchungen entstandene Zwischenräume. Mannigfach
sind die Veränderungen, welche die eben genannten Theile
und Bäume durchlaufen können.
Die beiden neuerzeugten Blasteme oder Furchungskugeln behalten
ihre runde Form bei, aber entwickeln sich gleichfalls zu Keimen
(Fig. 14) in der oben angegebenen Art. Wo dieWände dieser Keime
die Wand des Mutterkeimes berühren, bleiben sie entweder von derselben
getrennt, oder sie verschmelzen mit derselben vollständig
(Fig. 15). Dort aber, wo sich die beiden Tochterkeime berühren,
zeigen ihre Wandstücke sehr mannigfache Entwickelungen, und zwar:
Die Wände verschwinden hier völlig und die Tochterkeime fliessen
ganz in einander (Fig. 16); oder es verschmelzen nur die Wände
aber nicht die Keimhöhlen (Fig. 17), und es bildet sich sonach zwischen
den beiden Keimhöhlen eine mehr minder dicke, übrigens aus
dem Entwickelungsgesetze berechenbare Scheidewand, oder es verschmelzen
nur aliquote Theile der sich berührenden Keimwände, und die
Scheidewand wird dadurch sehr dünn, fast fadenartig (Fig. 18), oder
die Berührungswände verschmelzen ganz oder zum Theile, aber die
so gebildete Scheidewand spaltet sich in mehrere Schichten (Fig. 19).
deren Dicke wieder aus dem allgemeinen Entwickelungsgesetze berechnet
Averden kann. Ähnliche Schichtenspaltungen sind überhaupt in der
ganzen äusseren Schichte der Tochterkeime möglich, und immer gehen
sie nach dem bekannten Gesetze vor sich.
Die ursprünglichen Mulden verschwinden entweder durch gegenseitige
Abplattung der Tochterkeime (Fig. 17), oder sie sind zwar
bleibend, aber werden nicht selten kleiner und erhalten andereFormen
(Fig. 15). Sie füllen sich wieder entweder mit plastischer Masse,
oder mit kugeligen Blastemen (Fig. 19), und zwar entweder ganz oder
nur an zwei entgegengesetzten Polen (Fig. 20), oder selbst nur an
einem Pole (Fig. 21). Diese Keime werde ich Muldenkeime nennen.