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Engel. Die Entwickelung rühriger
Nachdem aber im Innenra um e die ursprüngliche Scheidewand
verschwunden ist, kann sich der Inhalt selbst wieder eigenthiimlich
gestalten und verändern. Die Entwickelungsformen, welche daraus hervorgehen,
fallen mit jenen zusammen, die in den sogenannten Blastemen
entstehen, von welchen weiter unten die Rede sein soll.
Die Kernschale, deren Horizontalschnitt als ein den Markraum
umgebender Ring von grösserer oder geringerer Breite erscheint,
erleidet selbst wieder verschiedene Veränderungen. Die wichtigsten
derselben sind: die ganze Kernschale oder ein Theil derselben fliesst
überhaupt mit dem Markraume zusammen; der so vergrösserte Markraum
bildet dann im ersten Falle zwei Drittheile plus der Einheit des
Durchmessers der ganzen Muttercyste; derartige Fälle gehören nicht
zu den seltenen. Im zweiten Falle theilt sich die Kernschale in concentrische
Schichten, deren Dicke durch das allgemeine Entwickelungsgesetz
bestimmt wird.
Oder es verschmilzt die Kernschale mit der Aussenschale, und
diese beidenTheile metamorphosiren sich in ähnlicher Weise; sie zerfallen
nach der Formel Z = n K — (n—1) O'OOOS in concentrische
Schichten, die in makroskopischen Theilen eben so vielen Lagen,
z. B. einer Membrane entsprechen, oder jede von diesen Schichten
hat wieder ihre eigenthümliche Metamorphose, z. B. die innerste
und mittlere wird Epithel, darauf folgt Bindegewebe u. dgl., wie später
noch zur Sprache kommen wird.
In einem anderen Falle bildet sich keineKernschale.wohl aber die
Aussenschale, und das bereits entwickelte kernartige Gebilde scheint
als bläschenähnliches Gebilde der Innenwand der Muttercyste aufzusitzen
(Fig. 11), und irre ich nicht, einer selbstständigen Entwickelung
ganz nach Art von Keimen fähig zu sein, wodurch eine endogene
Cystenbildung mit an der Innenwand aufsitzenden Cysten hervorginge.
Was die Aussenschale betrifft, so erfolgt deren Metamorphose
fast in ähnlicher Art, wie jene der Kernschale. In den meisten
Fällen zertheilt sie sich in concentrische Lagen, die hei fortwährender
Vergrösserung mit neuen Gewebselementen sich füllen; dass
bei der Theilung in Schichten wieder das Gesetz Z — n K
(w.— 1) O'S eingehalten werde, und die Dicke der Schichten diesei
Formel entspricht, bedarf keiner weiteren Erwähnung. Die Metamorphose
der Schichten ist dabei entweder eine gleiche oder sie ist von
Schicht zu Schicht verschieden.