und blasiger Gebilde im thierischen Organismus.
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stand befremden, dass neben dem noch nicht völlig getrennten Kerne
schon neue Kerne sich befinden, die dem alten Kerne dicht anliegen,
ohne dass es begreiflich wird, was aus dem in zwei Hälften zerfallenen
älteren Kern werden soll; denn so und nicht anders, d. h. dicht neben
dem vermeintlichen in Theilung begriffenen Kerne, zeigen sich uranfänglich
jene neuen symmetrisch gelagerten Kerne, wie dies ein Blick
auf die Fig. 10 zeigt.
Sonach entwickeln sich aus den mikroskopischen Elementen nach
bestimmten Gesetzen makroskopische Formen, entweder blasenartige
Gebilde, oder durch regelmässige Verbindung der letztem Canäle,
Röhrenverzweigungen, bestimmt, einen verschiedenen Inhalt aufzunehmeu,
um denselben entweder weiter zu führen, oder neu zu gestalten
und ihm die Form von Organen zu geben. Und hier beginnt
die neue Untersuchung, welche sich nicht, wie bei der Erforschung
der Knochenentwickelung, nur darauf beschränkt, anzugeben, nach
welchen numerischen Gesetzen die Zellen zu Bläschen , diese zu
Röhren sich entwickeln, oder welche Durchmesserverhältnisse die einzelnen
Kugelschalen der mikroskopischen oder makroskopischen Bläschen
zeigen, sondern welche die Art der Entwickelung der Organe
und Organismen aus mikroskopischen Formen ins Auge fasst, und die
numerischen Verhältnisse nur in so weit berücksichtiget, als sie zur
Beweisführung nicht entbehrt werden können.
Das zusammengesetzte Gebilde, auf das ich bei meinen bisherigen
Untersuchungen gekommen war, ist sonach ein gleichsam aus drei
concentrischen Schichten bestehendes Bläschen, dessen ursprüngliche
Form die kugelrunde ist. Da jedoch der Wachsthums-Coeflicient n der
Zellen, aus denen sich dieses Bläschen entwickelt, oft nach der einen
Richtung des Kernes grösser ist als nach der zweiten und dritten, so
nimmt das Bläschen allmählich mehr eine ellipsoide Form an.
Die Wände des Bläschens sind im Verhältnisse zum Innenraum
um so dicker, je kleiner, d. h. je jünger, das Bläschen ist.
Die äussere Wandschichte dos Bläschens erscheint kurz nach
seiner Entstehung vollkommen structurlos, farblos und durchsichtig;
die Kernschale lässt anfangs die Kerne noch erkennen, später dagegen
schwindet jede Andeutung der ursprünglichen Kerne in derselben;
im Innenrau me des Bläschens ist ausser der Scheidewand,
die zuweilen erst später zu Grunde geht, anfangs kein irgendwie
geformter Inhalt zu erkennen.