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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Die  Entwickelung  rühriger

bestimmten  Gesetzen  vor  sicli  (Fig.  9);  die  Art  dieser  Bildung  ausführlicher ­
  zu  beschreiben,  wird  meine-näcbste  Aufgabe  sein,  doch  erlaube ­
  ich  mir  vorher  noch  auf  die  Grundlage  und  den  Ausgangspunkt
meiner  Untersuchungen  zurückzukommen,  um  einige  Punkte  an  demselben ­
  festzustellen.
Ich  hatte,  mich  auf  die  Beobachtung  stützend,  angenommen,  die
Entwickelung  makroskopischer  Röhren  und  Bläschen  werde  durch  ein
reihenweises  Verschmelzen  der  aus  mindestens  zweien  mikroskopischen ­
  Zellen  bestehenden  Combinationen  bewerkstelligt.  Ich  wies  in
der  Beobachtung  nach,  wie  anfangs  runde  Zellen  an  der  Berührungsstelle
  sich  allmählich  abplatten,  sich  verbinden,  endlich  verschmelzen,
so  dass  sie  aus  der  biscuit-artigen  Form  in  die  rundliche  oder  elliptische ­
  übergehen.  Betrachtet  man  den  Markraum  zu  einer  Zeit,  wo
seine  Bildung  noch  nicht  vollendet  ist  (Fig.  10),  so  hat  auch  er  eine
biscuit-artige  Form,  welche  erst  später  bei  vollkommener  Abplattung
der  Berührungsflächen  in  die  kreisrunde  übergeht.  Da  übrigens  bei
Knorpelzellen  die  Farbe  des  Markraumes  von  der  der  umliegenden
Theile  sich  bereits  unterscheidet,  so  gewinnt  es  das  Ansehen,  als  ob
das  was  ich  Markraum  geheissen,  ein  in  der  Theilung  begriffener
Kernsei,  somit  die  beiden,  meiner  Ansicht  nach  sich  eben  erst  verbindenden ­
  Zellen  aus  der  Theilung  einer  Zelle  hervorgegangen  wären;
dies  stünde  nämlich  im  Einklänge  mit  der  Annahme,  dass  eine  Vermehrung ­
  der  Zellen  durch  Theilung  erfolgt.  Was  man  aber  in  solchen
Fällen  bisher  den  Kern  geheissen,  das  ist  der  Rechnung  zufolge  nicht
Kern,  indem  sein  Durchmesserim  Verhältnisse  zu  jenem  der  Zelle  um
0-000083  P.  Z.  zu  klein  ist,  oder  in  andern  Fällen,  wenn  in  dem  was
ich  eine  Combination  nenne,  eine  Vergrösserung  nach  dem  Coefficienten
  m  vor  sich  gegangen  ist,  ganz  ausser  Verhältniss  zum  Durchmesser ­
  der  Zelle  steht.  Das  Ein-  und  Absehnüren  aber,  das  man  bisher ­
  für  ein  untrügliches  Zeichen  der  Theilung  bei  Zellen  und  Kernen
angenommen  hat,  kann  auch  recht  wohl  eine  im  Werden  begriffene,
noch  nicht  vollendete  Verbindung  bedeuten;  für  letztere  Ansicht
spricht  die  ganze  Art  der  Formveränderung,  die  allmähliche  Abplattung,
das  allmähliche  Verschwinden  der  Berührungsflächen  —  lauter  Umstände, ­
  welche  in  der  Art  bei  einer  statthabenden  Theilung  nicht
beobachtet  werden  könnten.  Ist  ferner  jener,  im  Innern  einer  Zelle
befindlicher,  bisher  als  Kern  gedeuteter  biseuit-artiger  Körper  wirklich ­
  ein  in  der  Theilung  begriffener  Kern,  so  muss  jedenfalls  der  Um-
            
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