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Sch r ö 11 e r.
miden-ähnliche Gestalten, welche aber aus treppenförmig neben
einander gelagerten Combinationen von gleichkantigen sechsseitigen
Pyramiden und sechsseitigen Prismen bestanden. Die Krystalle
waren überdies hohl, so dass die einzelnen Prismen aus sechs parallelopipedischen
Streifen, welche sich in Form eines regelmässigen
Sechseckes an einander lagerten, gebildet wurden. Diese einzelnen
Sechsecke aber waren von verschiedener nach oben hin gleichmässig
ah- oder zunehmender Grösse und unter einander durch die ähnlich
gebildeten sechsseitigen Pyramiden verbunden, wie der Durchschnitt
B der nebenstehenden Figur zeigt. Gewöhnlich hatten die Krystalle
die Spitze der Eisplatte zugekehrt, wie A einen vorstellt, und nur
selten war das Gegentheil, wie in Figur C., der Fall. — Diese Beobachtung
erklärt auf eine höchst einfache Art, die von Leydolt an
den Eisplatten beobachteten Vertiefungen, welche den hier angeführten
Krystallbildungen sehr ähnlich sind, und beim Kochsalz
und vielen anderen Krystallen finden sich ganz analoge Bildungen.
Das Vorkommen dieser Krystalle dürfte auch über die Art der Krystallbildung
des Eises bei bedeutenden Wassermengen Aufschluss
geben.”
„Wenn nämlich auch die Eisplatten, wie man sie gewöhnlich
trifft, nur selten die angedeuteten Formen zeigen, so scheint es
mir doch wahrscheinlich, dass die Krystalle an dem unteren Tlieile
der Eisplatte schon gebildet waren, bevor noch das Wasser zurücktrat,
und dass sie durch das Abfliessen des Wassers nur isolirt, nicht
aber dass durch das Ansetzen neuer Eismengen ihre Formen zerstört
wurden. Für diese Bildungsart sprechen nicht nur die von Leydolt
beobachteten Vertiefungen an Eisplatten, sondern es stimmt dieselbe
auch mit dem Krystallisiren des geschmolzenen Schwefels, Wismuth
u. s. w. überein.”