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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Schrotte  r.

zuströmte,  da  keine  künstliche  Abkühlung  des  Recipienten  angewendet ­
  wurde.
Bei  einem  anderen  Versuche  (I  i)  war  die  Temperatur  des  Zimmers ­
  16°,  der  Barometerstand  4  Mm.  und  die  Säure  war  die  bereits
heim  vorigen  Versuche  gebrauchte.  Nach  8  Stunden  war  die  Temperatur ­
  von  16°  auf  —34°  also  ebenfalls  um  50°  gesunken.
Der  zu  allen  bisher  angeführten  Versuchen  gebrauchte  Recipient
fasste  3  Liter,  die  folgenden  Versuche  wurden  mit  einem  Recipienten
von  7-5  Liter  Inhalt  angestellt,  da  es  sich  deutlich  zeigte,  dass  in
demselben  die  Abkühlung  regelmässiger  vor  sich  geht.
Bei  dem  Versuche  (12)  betrug  die  Temperatur  der  Luft  16°,  das
mit  Schwamm  umkleidete  Thermometer  zeigte  14°.  Als  das  Barometer ­
  auf  3  Mm.  stand,  sank  die  Temperatur  nach  3  Stunden  auf  —29°,
nach  weiteren  3  Stunden  auf—35°,  also  in  6  Stunden  um  49°.  Sechs
Stunden  später  war  die  Temperatur  noch  -—34°.  Bei  näherer  Untersuchung ­
  zeigte  es  sich,  dass  nur  mehr  eine  sehr  geringe  Menge  Eis
am  Thermometer  vorhanden  war.  Um  die  Menge  des  Eises  am  Thermometer ­
  zu  vermehren,  wurde  nun  noch  eine  Schichte  Schwamm  um
die  Kugel  desselben  gewickelt,  so  dass  sie  eine  Dicke  von  6—7  Mm.
erhielt  (13).  Bei  einem  Barometerstände  von  4  Mm.  sank  nun  die
Temperatur  in  1  Stunde  13  Minuten  von  13°  auf  —20°.
9  Stunden  später  betrug  sie  —23°
12  n  w  „  „  —28°
3  „  „  „  „  —30°
5  „  „  „  „  —30»
Erst  nun  fing  die  Temperatur  langsam  zu  steigen  an  und  betrug
eine  Stunde  später  —29°.  Das  Eis  hatte  sich  also  durch  beinahe
29  Stunden  in  einer  Temperatur  von  —20  bis  —29°  erhalten.
In  einem  andern  Falle  (14)  erhielt  sich  die  Temperatur  des
Eises  nahe  unter  denselben  Umständen  durch  33  Stunden  zwischen
—20°  und  —31°,  erst  3  Stunden  nach  dieser  Zeit  stieg  sie  auf—30°,
indem  die  Menge  des  Eises  sich  schon  beträchtlich  vermindert  hatte.
Da  die  Umhüllung  mit  Schwamm  die  Masse  des  Thermometers
vermehrt,  und  die  Beobachtung  hindert,  so  wurde  bei  den  folgenden
Versuchen  die  Kugel  des  Thermometers  ohne  alle  Zwischenmittel  mit
Eis  umgeben.  Ich  bewirkte  dies  dadurch,  dass  ich  das  Thermometer
in  ein  4  Dec.  hohes  und  3  Dec.  im  Durchmesser  haltendes,  mit  Wasser ­
  gefülltes  cylindrisches  Gefäss  tauchte,  so  dass  die  Kugel  in  der
            
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