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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Schrötter.

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dünnende  Luftpumpe  nothwendig  ist,  indem  selbst  unter  den  für  die
Verdunstung  ungünstigsten  Umständen  bei  einem  Stande  der  Barometerprobe ­
  von  18  Mm.  13—13  Grammen  Wasser  von  17°  in  ungefähr ­
  %  Stunde  gefrieren.
Hierin  findet  auch  eine  sonderbare  Thatsache,  welche  sich  Confiliachi
  nicht  erklären  konnte,  ihre  natürliche  Begründung.  Derselbe ­
  beobachtete  nämlich,  dass  das  Gefrieren  des  Wassers  besser
gelinge,  wenn  man  noch  fortpumpt,  nachdem  die  Barometerprobe
ihren  niedrigsten  Stand  bereits  erreicht  hat.  Offenbar  war  hier  nur
die  Zeit  das  Wirkende.
Bei  allen  angeführten  Versuchen  gefror  das  Wasser  erst  mehrere
Grade  unter  0°,  und  es  ist  dies  in  der  That  eine  sehr  zu  empfehlende ­
  Art  die  längst  bekannte,  merkwürdige  Erscheinung  zu  zeigen,
dass  Wasser  mehrere  Grade  unter  dem  Gefrierpunkt  abgekühlt  werden ­
  kann  ohne  zu  gefrieren.
Bei  dem  Versuche  (4)  wurde,  nachdem  die  Temperatur  auf
—1°  gesunken  war,  der  Druck  auf  15  Mm.  vermindert,  es  sank  nun
das  Thermometer  in  70  Minuten  auf  —3.  Als  nun  der  Druck  auf
10  Mm.  gebracht  wurde,  sank  das  Thermometer  auf  —5  ohne  dass
das  Wasser  gefror,  was  seihst  dann  nicht  eintrat,  als  das  Gefäss  stark
erschüttert,  ja  selbst  dann  noch  nicht,  als  Luft  zugelassen  wurde.  Als
bei  einem  anderen  Versuche  (3)  der  Druck  12  Mm.  betrug,  gefror
das  Wasser  nach  35  Minuten  hei  —5°;  die  anfängliche  Temperatur
war  15°.  Bei  9  Mm.  Barometerstand  (8)  sank  die  Temperatur  in  25
Minuten  von  17°  bis  auf  —5,  dann  gefror  das  Wasser.  Auch  hei
6  Mm.  Druck  trat  nach  22  Minuten  hei  —5  Gefrieren  ein;  die  anfängliche ­
  Temperatur  betrug  15°  (2).
Es  bedarf  kaum  der  Erwähnung,  dass  die  Temperatur  hei  allen
Versuchen  während  des  Gefrierens  rasch  bis  0°  stieg.
Aus  den  oben  angeführten  sowie  aus  anderen  Versuchen,  welche
hier  besonders  mitzutheilen  zu  weitläufig  wäre,  hat  sich  ergehen,
dass  die  Temperatur  desto  tiefer  sinken  kann,  ohne  dass  das  Wasser
gefriert,  je  langsamer  und  gleichförmiger  die  Abkühlung  vor  sich  geht.
Hierbei  treten  aber  mehrere  Übelstände  ein.  Das  Wasser  nimmt  nämlich ­
  von  -(-4  an  bis  zum  Gefrieren  an  Dichte  stets  ab,  so  dass  die
oberste  Schichte  immer  auch  die  kälteste  ist.  Man  darf  also  das  Thermometer ­
  nicht  tief  einsenken  und  überhaupt  keine  dicke  Wasserschichte
anwenden,  weil  die  Differenzen  in  den  Temperaturen  am  Boden  und  an
            
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