Schrotte r.
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Dessungeachtet ist die Wechselwirkung der bei der Eisbildung im
luftverdünnten Raume thätigen Kräfte noch nicht gehörig erörtert,
auch sind weder die Erscheinungen beim Gefrieren selbst, noch ist
das Verhalten des Eises in verdünnter Luft genügend erforscht. Es ist
zwar längst bekannt, dass das Eis als solches ohne vorher flüssig zu
werden, unmittelbar in Gasform übergehen kann, allein es werden
weder einfache und augenfällige Beweise für diese Thatsache angegeben,
noch ist die Temperatur ermittelt, hei welcher das Eis nicht
mehr verdunstet. Auch hat man keine richtige Vorstellung von der
Wärmemenge, die beim Verdunsten des Eises gebunden wird.
Obwohl nun auch durch die vorliegende Arbeit dieser Gegenstand
nicht vollständig erledigt wird, so enthält dieselbe doch manche
Vervollständigung und Erweiterung der Beobachtungen vonLeslie
und Confiliachi, so wie auch das Resultat zu welchem sie führte,
vielleicht einiger Aufmerksamkeit werth ist.
Die bei den folgenden Versuchen gebrauchte Luftpumpe verdient
hier kurz erwähnt zu werden, da dieselbe nach einem anderen, und
wie ich glaube, besseren Systeme als die bisher üblichen construirt
ist, das, soviel mir bekannt noch nirgends beschrieben wurde. Dieselbe
ist von Breton, Mechaniker in Paris, verfertigt und gehörte
dem, seiner Zeit unter der umsichtigen Leitung des kaiserlichen Rathes
Reuter stehenden technischenCabinete des k. k.polytechnischen Institutes
an. Der Mechaniker hatte sich die Aufgabe gestellt, alle Hähne,
auch den Ba bin et’schen, zu vermeiden, und sowohl diesen als die
Kegelventile durch ein einziges Schubventil, bestehend aus zwei über
einander concentrisch drehbaren gut zusammengeschliffenen Platten
mit geeigneten Bohrungen zu ersetzen. Diese einfache Vorrichtung
erfüllt ihren Zweck vollkommen und hat nebst dem Vortheile gut zu
schliessen, auch den, leicht zugänglich zu sein, da sie zwischen beiden
Cylindern angebracht ist; auch unterliegt sie keiner Abnützung.
Der sonst übliche Hahn unter dem Teller zum Abschluss des Recipienten
und der Barometerprobe, auf dessen Vollkommenheit Alles ankommt,
ist durch eine einfache Vorrichtung ersetzt, welche, wo nur immer
möglich, statt der so selten luftdicht schliessenden Hähne eingeführt
zu werden verdient. Die nebenstehende Figur zeigt dieselbe in halber
Naturgrösse im Durchschnitt, in vielen Fällen könnte sie aber auch m
dieser Grösse sehr zweckmässig ausgeführt werden. In die Säule A,
auf welcher der Teller ruht, ist der Cylinder B so eingeschraubt, dass