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11 eusü.
Bleiglanzdruse (H. 0), deren Krystalle theils mit braunen Blendekrystallen
bedeckt, theils mit einer dünnen, feindrusigen Rinde von Schwefelkies
und Braunspath überzogen sind, grosse dünne und hoble Pseudomorpliosen
von der gewöhnlichen rhombischen Tafelform des
Schwerspathes (Pr . P r -(- oo). Sie bestehen aus Nadeleisenerz
(Sainmtblende), dessen feine Fasern, wie man auf dem Querbruche
wahrnimmt, auf den Krystallflächen senkrecht stehen, und besitzen
eine unebene kleintraubige Oberfläche. Die der Höhlung zugekehrte
innere Fläche ist sehr eben und mit einer äusserst dünnen matten
Schwefelkiesschichte überkleidet. Von einer Fortbildung im Innern!
der Pseudomorphose ist nirgend eine Spur wahrzunehmen.
7. Kalkspath nach Schwerspath. Eine Stufe im k.k. Universitäts-Mineraliencabinete
besteht aus mehreren mit einander verwachsenen
1 — 3" grossen Afterkrystallen dieser Art. Sie besitzen,
so weit sich dies bei der grossen Unebenheit der Flächen beurtheilen
lässt, die Form: Pr—1 . Pr -)- oo . Pr -f- oo. Im Innern
sind sie aus feinkörnigem compactem weissem Kalkcarbonat, dem hie
und da strahlig aus einander laufende Partien von Schwefelkies
eingewachsen sind, zusammengesetzt. Die Aussenseite ist mit einer
sehr unebenen, löcherigen, stellenweise selbst zelligen Rinde von
Schwefelkies überzogen, auf welcher auch zahlreiche */ a — 1"'
grosse deutliche Krystalle (Pentagonal-Dodekaeder und Würfel) sitzen,
so wie einzelne kleine Büschel sehr feinfaserigen, gelbbraunen Nadeleisenerzes.
Als jüngste Bildung sieht man endlich darüber noch
sehr kleine, zuin Theile reihenweise geordnete Kalkspathkryställchen
(R— 1. R -f- oo) in Menge zerstreut.
8. Schwefelkies und Sp r ödglas er z nach Polybasit.
Von dieser Pseudomorphose lagen mir zwei Exemplare vor, von
denen das eine im Besitze des Hrn. Hofrathes von Sacher ist. Die
Afterkrystalle sitzen in Begleitung weisser, etwas gebogener drüsiger
Braunspathrhomboeder auf einer Druse kleiner Quarzkrystalle,
welche grosskörnigem Bleiglanze zum Überzüge dienen. Sie bilden
dünne, sechsseitige Tafeln (R — oo.ß-j-oo), die mit den
schmalen Seitenflächen aufgewachsen und fächerförmig gruppirt
sind. Ihre Oberfläche ist sehr uneben und drüsig und lässt dem
bewaffneten Auge zahlreiche äusserst kleine Pyritkrystalle erkennen.
Im Innern bestehen sie dagegen aus einem sehr porösen, feinkörnigen
Gemenge von Pyrit und Sprödglaserz, in dem man hin und wieder