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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Revision  der  bisherigen  Analysen  einiger  Bestandteile  der  Fette.  SOI

U30  H 30  04,
C31  H31  04,
032  Hsz  O4,
C33  #33  04

Formel
#32  04

Es  zeigt  sich  aus  den  Daten  dieser  Übersicht,  dass  unter  33  yon
acht  Analytikern  in  verschiedenen  Zeiten  angestellten  Analysen  des
Palmitinsäure-Hydrates,  das  aus  sehr  ungleichen  Materialien  dargestellt ­
  und  auf  ebenso  verschiedene  Art  bereitet  war,  zunächst:
zwei  der  Formel  C, 9  // 29  0 4 ,
dreizehn  „
acht  „
sieben  „
drei  „
entsprechen.  Von  den  arithmetischen  Mittelwerthen  der  einzelnen
Versuchsreihen,  stehen  am  nächsten:
einer  der  Formel  0 29  // 29  0 4 ,
fünf  „  „  0 3O  7/3„  0 4 ,
zwei  „  „  C-)  1  H 3 t  Oi t ,
drei  „  „  0 32  7/ 32  0 4 ,
Man  sieht  hieraus,  dass  die  meisten  Analysen  sich  der
C30  Hso  04  anschliessen,  somit  die  bisher  gebrauchte  C 32
für  das  Palmitinsäure  -  Hydrat  sehr  unwahrscheinlich  erscheint.
Würde  man  das  arithmetische  Mittel  aller  33  Analysen  ziehen,  was
freilich  nur  versuchsweise  geschehen  darf,  und  wegen  der  nicht
völligen  Reinheit  jeder  Säure  die  zu  den  verschiedenen  Versuchen
diente,  zu  keinem  allgemeinen  gültigen  Resultate  führen  kann,  so
bekäme  man  als  mittlere  Zusammensetzung  des  Palmitinsäure-Hydrates
  :
Kohlenstoff  74-39,  Wasserstoff  12-41,  Sauerstoff'  13-00  Procente,
welche  Zusammensetzung  einer  zwischen  C 30  H 30  0 4  und
Cs  1  H s  1  0 4  fallenden  Formel  zukömmt,  die  sich  jedoch  mehr
03i  Z/ S1  O4  nähert.
Schliesslich  muss  ich  bemerken,  dass  hei  der  schwierigen
Trennung  der  Palmitinsäure  von  den  übrigen  Fettsäuren  und  bei  desleichten
  Veränderlichkeit  derselben,  genaue  Ausführung  vorausgesetzt,
jene  Analysen  als  die  besten  angesehen  werden  müssen,  die  mit
Säure  aus  Substanzen  angestellt  sind,  welche  ausser  der  Palmitinsäure
keine  andere  Fettsäure  oder  möglichst  wenig  davon  enthalten,  und
zu  deren  Reindarstellung  die  geringstmögliche  Anzahl  von  Krystallisationen,
  Umschmelzungen  und  Zerlegungen  von  Salzen  nöthig  waren.
Von  diesem  Gesichtspunkte  aus  dürften  die  Analysen  von  Varrentrapp,
  Fremy,  Sthamer  und  Meyer  alles  Zutrauen  verdienen.
            
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