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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Revision  dev  bisherigen  Analysen  einiger  Bestandteile  der  Fette.  49  i

welche  in  hundert  Theilen  fordert:
Kohlenstoff  75-00  Theile
Wasserstoff  12-18  „
Sauerstoff  12'82  „
Summe  100-00  Theile,
so  dass  das  von  Liebig  und  Pelouze  untersuchte  Stearin,  neutrales ­
  stearinsaures  Glycyloxyd  wäre,  wenn  man  für  Glycyloxyd  die
Formel  C 3  H a  0 s  gelten  lässt.

III.  Palmitinsäure  und  deren  Verbindungen.

a)  Palmitinsäure.
Wenige  Fettsäuren  sind  öfter  und  immer  mit  nahezu  übereinstimmenden ­
  Resultaten  untersucht  worden  als  die  Palmitinsäure,  und
dennoch  ist,  wie  ich  zeigen  will,  bis  jetzt  höchst  wahrscheinlich  eine
unrichtige  Formel  für  dieselbe  gebraucht.  Die  Ursache  hiervon  liegt,
wie  mich  eigene  Versuche  überzeugten  !),  theilweise  in  der  leichten
Veränderlichkeit  der  Palmitinsäure,  selbst  bei  einer  ihren  Schmelzpunkt ­
  nur  wenig  übersteigenden  Temperatur,  in  Folge  deren  sie
kohlenstoffreicher  wird  und  dann  Zusammensetzungen  liefert,  die
zwar  alle  der  allgemein  angenommenen  Formel  des  Palmitinsäure-Hydrates
  €■■  ■,  H 3 o  O k  nahe  liegen,  welche  aber  strenge  genommen
einer  davon  ziemlich  verschiedenen  Formel  entsprechen.
Ich  will  hier  Beispiels  und  des  Vergleiches  halber  solche  Formeln ­
  nach  dem  allgemeinen  Typus  der  Fettsäuren  n  (C,  //)  O k  anführen, ­
  welche  procentische  Zusammensetzungen  ähnlich  jener  des
Palmitinsäure-Hydrates  liefern.

Qs
C39
Qo
Qu
Q 2
Qs
Q4
Q,
Qg

lh»  o,  =

04
0 4
O,
04
04
04
04
04
04

0 a9
0 3 o  04  =
// 31  04  =
/Q
n. n
«34
035  05  =
0u

Kohlenstoff.
73-  68
74-  04
74-38
74-  70
73  00
75-  29
75-36
75-  81
76-  06

Wasserstoff.
12-28
12-34
12-40
12-45
12-50
12-55
12-59
12-64
12-68

Sauerstoff.
1404
13-62
13-22
12-85
12-50
1216
11-85
11-55
11-26

Da  die  gegenwärtige  Arbeit  sieh  bloss  mit  der  Discussion  bereits  gegebener
Untersuchungen  befasst,  so  wäre  die  Anführung  dieser  Versuche  hier  nicht
am  Platze  und  soll  später  folgen.
            
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