Et]
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Pohl.
In neuester Zeit endlich war es D u f f y *), welcher Stearin untersuchte.
Allein aus den von Duffy ausgeführten Analysen geht
mit aller Bestimmtheit hervor, dass auch er, sowie seine Vorgänger,
mit unreinem Materiale arbeitete; sie sind also für vorliegenden Zweck
ebensowenig geeignet, als den weiteren Folgerungen Duffy's Werth
beizulegen ist, welche er aus den gleichfalls mit unreinem Stearin angestellten
Versuchen Che vr eul’s ableitet. Es ist höchst wahrscheinlich,
dass der Kohlenstoff- und Wasserstoff-Gehalt des Stearins niedriger
ist, als ihn die neuesten Analysen ergaben. Auffallend bleibt das
aus der zweiten Versuchsreihe Liebig's und Pelouze’s 2 ) abgeleitete
Resultat, welche Reihe von den genannten Experimentatoren
selbst für zuverlässiger als deren erste erkannt wird.
Die Analysen gaben nämlich von:
0-3173 Grm. Stearin 0-330 Grm. Wasser und 0 8690 Grm. Kohlensäure
0-2203
0-2880
0-3034
0-2760
0-246
0-319
0-343
0-306
0-6023
0-7980
0-8430
0-7600
hieraus folgt in Procenten:
Wasserstoff.
12-25 Theile
12-39 „
12-31 „
12-48 „
12-32 „
Man hat folglich als mittlere procentische Zusammensetzung des
Stearins:
Kohlenstoff 75-05 Theile
Wasserstoff 12-35 „
Sauerstoff 12-00 „
Kohlenstoff.
74-65 Theile
74- 48 „
75- 57 „
75-46 „
75-10 „
Zusammen 100-00 Theile.
Nun ist aber, wie bereits erwähnt, nach Heintz die Zusammensetzung
der wasserfreien Stearinsäure: C 3e II 3b 0 3 ; es entspricht
daher der gefundenen procentischen Zusammensetzung nahezu die
Formel:
C, 1h 0 3 , C 86 Ihr, 0 3 ,
1 ) The Quarterly Journal of the Chemical Society. Vol. 5, Seite 303.
2 ) Annalen der Chemie und Pharmacie. 19, Band. Seite 265.