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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Apparat  zur  Darstellung  beweglicher  Bilder  an  der  Wand.

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deutliche  Bilder  zu  erzielen  sind.  Dieser  Übelstand,  so  wie  auch  der,
dass  die  Bilder  der  Stampfer’schen  Scheibe  nur  klein,  und  bloss  dem
Einzelnen  zu  gleicher  Zeit  sichtbar,  ausgeführt  werden  können,
sollte  vermieden  werden.
Ich  construirte  zuerst  den  Apparat,  Fig.  3,  welcher  das  Princip
der  Stampfer’schen  Scheibe  beinahe  unverändert  in  sich  trug:
Die  Bilder  a,  a  .  .  .,  transparent  gemalt,  waren  auf  einer
Scheibe  A,  im  Kreise  mit  gleichen  Zwischenräumen  angebracht,  und
das  unterste  derselben  durch  die  Lampe  S  und  Beleuchtungslinse  B
von  rückwärts  beleuchtet.  Eine  zweite  Scheibe  C  erhielt  die  vor
jedem  Bilde  angebrachten  Spalten,  b,  b.  ...  ,  welche  den  Spalten
in  der  Stampfer’schen  Scheibe  entsprachen.  Beide  Scheiben  waren
an  die  gemeinschaftliche  Achse  D,  gesteckt,  und  wurden  durch  die
Kurbel  E  bewegt.  Die  Spalte  c  entsprach  der  Pupillenöffnung,  das
achromatische  Objectiv  F  der  Krystallinse  im  Auge.  Letzteres  war
in  einer  Hülse  verschiebbar,  um  das  Bild  scharf  einstellen  zu  können.
Die  Fläche  G  endlich  vertrat  die  Stelle  der  Netzhaut.
Bei  Umdrehung  der  Scheiben  entstanden  die  nach  einander
folgenden  Bilder  in  kurzen,  für  das  Auge  unmerkbaren  Unterbrechungen ­
  eben  so  auf  der  Wand  G,  wie  sie  hei  der  Stampfer’schen
Scheibe  auf  der  Netzhaut  entstehen.
Der  Apparat  lieferte  ganz  nette  bewegliche  Bildchen,  deren
Grösse  aber  höchstens  auf  6  Zoll  Durchmesser  gesteigert  werden
konnte;  da  bei  grösserer  Entfernung  der  Wand  G,  die  Bilder,  der
Spalten  wegen  zu  lichtarm  wurden,  eine  Vergrösserung  der  Spalten
aber  eine  grössere  Undeutlichkeit  nach  sich  zog.
Ein  objectives  bewegliches  Bild  war  jedoch  bereits  erreicht,
welches  von  einer  grösseren  Anzahl  Personen  gleichzeitig  gesehen
werden  konnte;  es  blieb  indessen  noch  immer  der  Wunsch  übrig,
dieses  Bild  in  geeigneter  Grösse  an  der  Wand  produciren,  und  es  so
einem  grossen  Auditorium  zeigen  zu  können.
Der  oben  angeführte  erste  Versuch  hatte  deutlich  gezeigt,  dass
bei  Anwendung  von  Spalten  niemals  an  ein  grosses  Bild  zu  denken
sei,  selbst  wenn  die  stärksten  Lichtquellen  zu  Gebote  ständen,  dass
aber  auch  andererseits  Spalten  nicht  zu  vermeiden  seien,  sobald  die
Ghjectbilder  beweglich  sind.  Diese  Betrachtung  leitete  zur  Construction
  des  Apparates  Fig.  4,  welcher  nun  allen  gestellten  Forderungen
entspricht.
            
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