Unger. Über ein fossiles Farnkraut.
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Fig. 3. Oberlippe cler Raupe.
„ 4. Oberkiefer.
„ 5. Unterlippe.
„ 6. Unterkiefer.
„ 7. Ein Vorderbein.
„ 8. Ein Fühler.
„ 9, 9*. Puppe an der Bauchseite und vom Rücken.
„ 10. Raupensäcke.
„ 11. Ein Ei.
Vorträge.
Ein fossiles Farnkraul aus der Ordnung der Osmundaceen,
nebst vergleichenden Skizzen über den Bau des
Farnstammes.
Von dem w. M. Prof. F. IJnger.
(Auszug- aus einer grösseren für die Denkschriften bestimmten Abhandlung.)
Der Verfasser legt der geehrten Classe hiermit eine für die
Denkschriften der kais. Akademie bestimmte Abhandlung, pflanzenanatomisehen
Inhaltes vor. Der erste Theil derselben enthält eine
Untersuchung des bereits vom Hrn. Prof. v. Petko in den vonW. Haidinger
herausgegebenen „naturwissenschaftlichen Abhandlungen"
und n\sAsterochtanaea chemniciensis namhaft gemachten Petrefactes,
wozu ihm aus der Sammlung Sr. Majestät des Kaisers Ferdinand das
Material zu Gebote stand. Das wichtigste Ergebniss dieser Untersuchung
ist die Hinweisung auf die grosse Verwandtschaft dieses in Kieselsubstanzverwandelten
Farnstrunkes mit dem Farnstrunke der jetzt lebenden
Osrnunda regalis, wie das schon zum Theile von Göp p ert geschah.
Der zweite Theil der Abhandlung beschäftigt sich damit, einige noch
unerörterte Fragen in der Anatomie des Farnstammes zu erledigen.
Es sind dies Fragen, die theils der Entwickelungsgeschichte desselben
angeboren, theils die anatomische Darstellung des Gefässbündelsystems
betreffen. Hierbei wurde der Versuch gemacht, in der anatomischen
Darstellung ungefähr so zu verfahren, wie es die Zootomen
tlmn, nämlich die Theile in ihrer natürlichen Verbindung darzustellen
was bei mikroskopischen Theilen wieder die Anfertigung von Modellen
nothwendig machte. Dass die Anschaulichkeit des Gegenstandes
dadurch sehr gewinnt, ist ausser allem Zweifel. Die beigefügten
Zeichnungen sind zur Erläuterung des Gegenstandes in dieser Weise
angefertigt.