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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Unger.  Über  ein  fossiles  Farnkraut.

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Fig.  3.  Oberlippe  cler  Raupe.
„  4.  Oberkiefer.
„  5.  Unterlippe.
„  6.  Unterkiefer.
„  7.  Ein  Vorderbein.
„  8.  Ein  Fühler.
„  9,  9*.  Puppe  an  der  Bauchseite  und  vom  Rücken.
„  10.  Raupensäcke.
„  11.  Ein  Ei.
Vorträge.
Ein  fossiles  Farnkraul  aus  der  Ordnung  der  Osmundaceen,
  nebst  vergleichenden  Skizzen  über  den  Bau  des
Farnstammes.
Von  dem  w.  M.  Prof.  F.  IJnger.
(Auszug-  aus  einer  grösseren  für  die  Denkschriften  bestimmten  Abhandlung.)
Der  Verfasser  legt  der  geehrten  Classe  hiermit  eine  für  die
Denkschriften  der  kais.  Akademie  bestimmte  Abhandlung,  pflanzenanatomisehen
  Inhaltes  vor.  Der  erste  Theil  derselben  enthält  eine
Untersuchung  des  bereits  vom  Hrn.  Prof.  v.  Petko  in  den  vonW.  Haidinger ­
  herausgegebenen  „naturwissenschaftlichen  Abhandlungen"
und  n\sAsterochtanaea  chemniciensis  namhaft  gemachten  Petrefactes,
wozu  ihm  aus  der  Sammlung  Sr.  Majestät  des  Kaisers  Ferdinand  das
Material  zu  Gebote  stand.  Das  wichtigste  Ergebniss  dieser  Untersuchung
ist  die  Hinweisung  auf  die  grosse  Verwandtschaft  dieses  in  Kieselsubstanzverwandelten ­
  Farnstrunkes  mit  dem  Farnstrunke  der  jetzt  lebenden
Osrnunda  regalis,  wie  das  schon  zum  Theile  von  Göp  p  ert  geschah.
Der  zweite  Theil  der  Abhandlung  beschäftigt  sich  damit,  einige  noch
unerörterte  Fragen  in  der  Anatomie  des  Farnstammes  zu  erledigen.
Es  sind  dies  Fragen,  die  theils  der  Entwickelungsgeschichte  desselben ­
  angeboren,  theils  die  anatomische  Darstellung  des  Gefässbündelsystems
  betreffen.  Hierbei  wurde  der  Versuch  gemacht,  in  der  anatomischen ­
  Darstellung  ungefähr  so  zu  verfahren,  wie  es  die  Zootomen
tlmn,  nämlich  die  Theile  in  ihrer  natürlichen  Verbindung  darzustellen
was  bei  mikroskopischen  Theilen  wieder  die  Anfertigung  von  Modellen ­
  nothwendig  machte.  Dass  die  Anschaulichkeit  des  Gegenstandes
dadurch  sehr  gewinnt,  ist  ausser  allem  Zweifel.  Die  beigefügten
Zeichnungen  sind  zur  Erläuterung  des  Gegenstandes  in  dieser  Weise
angefertigt.
            
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