Beiträge zur Naturgeschichte der Insecten.
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Im Juni dieses Jahres (1852) fand ich aber eine bedeutendere
Anzahl solcher Säcke, aus welchen bereits mehrere Schmetterlinge
sich entwickelt hatten; einige waren noch von Raupen bewohnt, viele
der Säcke hatten an den Seiten ein Loch, welches andeutete, dass sie
von Schlupfwespen besetzt gewesen, die bereits ausgeflogen waren.
; Ungeachtet ich die Blätter der Bäume sowohl, als auch die niederen
Pflanzen dieser Gegenden genau durchsuchte, um ihre Nahrungspflanze
ausfindig zu machen, da sich die Raupen dieser Gattung dadurch
verrathen, dass sie runde Flecke in den Pflanzenblättern miniren,
konnte ich doch keine Spur eines ähnlichen Raupenfrasses
entdecken; ich kann also nur, was zwar von der gewöhnlichen Lebensweise
der Arten dieser Gattung sehr abweicht, vermuthen, dass
sich die Raupen dieser Art von Moosen oder Flechten an diesen
Bäumen, oder vom Safte der inneren Baumrinde nähren, da ich sie
nur unter der Rinde an solchen Stellen fand, wo sie leicht sich vom
Bastsafte ernähren konnten, besonders aber glaube ich mich auch zu
dieser Vermuthung berechtigt, weil ihre Säcke nicht von Blatt- oder
Samentheilen der Nahrungspflanze, sondern von schwarzen Rindentheilchen
zusammengeklebt und gesponnen sind.
Aus einem einzigen Säckchen erhielt ich am 26. Juni (1852)
einen weiblichen Schmetterling, welcher mit Coleoph. Tiliella,
C. haemerobiella und C. unipunctella einige Ähnlichkeit hat; da
aber von diesen drei Arten mir die Lebensgeschichte, also auch ihre
Nahrungspflanzen und Säckchen bekannt sind, so ist er noch viel
weniger mit einer der genannten Arten zu vereinigen oder zu verwechseln;
dann hat C. Tiliella und C. unipunctella zweilappige,
C. haemerobiella wohl einen dreilappigen, aber ganz anders geformten
und langgestreckten, glatten Sack.
Der ausgefallene Schmetterling war ein Weibchen und legte
noch an der Nadel lebend einige Eier, aus welchen aber keine Räupclien
ausfielen.
Ich gebe also einstweilen die Beschreibung und Abbildungen
aller Verwandlungs-Zustände, und werde mich bemühen, auch die
vollkommene Lehensgeschichte dieses interessanten Thierchens zu
erforschen.
Beschreibung*.
Die Säckchen sind gewöhnlich zwei Linien lang und 3 / 4 Linien
dick, walzig, wenig gekrümmt, aussen schwarzbraun, innen dicht,