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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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H  e  e  g  e  r.

Zehn  bis  zwölf  Tage  nach  dem  Ansetzen  der  Eier  entwickeln
sich  die  Räupchen,  und  heissen  sich  gleich  an  demselben  Orte  in
das  Blatt  ein,  wo  sie  aber  keine  Gänge,  sondern  nur  nach  Bedarf
einen  Platz  miniren;  sie  häuten  sich  auch  da.  in  Zwischenräumen
von  acht  bis  zehn  Tagen,  dreimal;  wieder  acht  bis  zehn  Tage  nach
der  dritten  Häutung  beginnen  sie  ihr  Gehäuse  auf  vorne  erwähnte
Art.
Gegen  Ende  Juni  entwickeln  sich  die  Schmetterlinge  der  ersten
Generation,  und  es  beginnt  dann  die  zweite,  hei  welcher  aber  die
Vei’puppung  und  Entwickelung  der  Schmetterlinge  oft  bedeutend
unregelmässig,  und  durch  ungünstige  Witterungs-Verhältnisse  oft
sehr  verspätet  vor  sich  geht.
Beschreibung'.
Die  Eierchen  sind  fast  rund,  häutig,  anfangs  gelblichweiss,  später
grünlich.  Kaum  y le "'  lang.
Die  Räupchen  blass-meergrün,  mit  stärker  gefärbter  Makel
auf  der  Mitte  des  Rückens  der  Leibesabschnitte;  plattgedrückt,  fast
gleichbreit,  mit  fast  gleich  langen  Leibesabsehnitten,  diese  stark
geschnürt.  Vollkommen  erwachsen,  2'"  lang,  kaum  Vs"'  breit.
Der  Kopf  dünnhornig,  bräunlichgelb,  fast  rund,  flach,  am  Hinterrande ­
  in  der  Mitte  rechtwinkelig  tief  ausgeschnitten;  J / 3  so  breit
als  der  Vorderbrustabschnitt.
Die  Oberlippe  gelhhornig,  fast  querlänglich-viereckig,  am
Vorderrande  etwas  ausgebogen,  an  den  Seiten  abgerundet,  kaum
y 3  so  breit  als  der  Kopf,  halb  so  lang  als  breit.
Die  Oberkiefer  sind  dickhornig,  rothbraun,  am  Grunde  nochmal
so  breit  als  die  Oberlippe,  so  lang  als  breit;  der  Rücken  im
Viertel-Zirkel  gebogen,  die  Spitze  doppelzähnig,  die  Kaufläche
senkrecht.
Die  Unterlippe  mit  dem  Kinn  verwachsen,  dünnhornig,  nur
durch  eine  Einbiegung  gesondert,  dreimal  so  lang  und  nur  y s  breiter
als  die  Oberlippe;  erstere  nur  halb  so  breit  und  y 3  so  lang  als  das
Kinn,  am  Vorderrande  abgerundet,  in  der  Mitte  mit  braunhorniger,
schmaler,  vorragender  Leiste;  neben  derselben  stehen  die  borstenförmigen ­
  Taster  (ich  konnte  keine  Glieder  daran,  seihst  bei  600facher
  Vergrösserung  entdecken);  das  Kinn  fast  kreisrund,  mit
zwei  Borsten  auf  der  Mitte.
            
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