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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Naturgeschichte  der  Insecten.

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sie  nach  der  dritten  Häutung  zur  Verpuppung  eine  weitere  Höhlung
ausfüttern,  welche  sie  mit  einigen  Fäden  schliessen.
Zwölf  bis  vierzehn  Tage  nach  der  Verpuppung  kommen  schon  die
Schmetterlinge  des  Morgens  aus  der  Puppe,  flattern  aber  erst  Abends
kurz  nach  Sonnenuntergang  im  Freien,  zuerst  gewöhnlich  grössten
Theils  nur  Männchen,  später  dann,  oft  erst  nach  sechs  bis  acht  Tagen ­
  die  Weibchen.
Sie  schwärmen  des  Nachts  bis  gegen  zehn  Uhr,  in  der  Nähe
ihrer  Entwickelung  herum,  verbergen  sich  dann  wieder  und  bleiben
auch  über  Tag  im  Verborgenen.
Ende  August  oder  anfangs  September  begeben  sie  sich  in  den
Winterschlaf  unter  Baumrinde  oder  Laubwerk.
Die  Räupchen  einer  zufälligen  zweiten  Gesehlechtsfolge,  bleiben ­
  über  Winter  im  Schwamm,  nur  ziehen  sie  sich  möglichst  gegen
den  Baumstamm  zurück.
Beschreibung'.
Die  Eier  sind  weiss,  häutig,  fast  walzenförmig,  an  einem  Ende
etwas  verschmälert,  kaum  TV"  lang,  halb  so  dick.
Die  Räupchen  anfangs  weiss,  werden  nach  der  ersten  Häutung
etwas  röthlich,  vollkommen  ausgewachsen  drei  Linien  lang,  */ 6  so
dick  als  lang,  beinahe  walzig,  mit  hornigem  vorgestreckten  Kopfe,
braunhornigem  Schildchen  auf  dem  Vorderbrustabschnitte  und  weisslänglichen ­
  Haarwärzchen  auf  den  Leibesabschnitten.
Der  hornig-gelbbräunliche  Kopf,  ist  fast  kreisrund,  flachgedrückt, ­
  y 4  schmäler  als  der  Vorderbrustabschnitt;  der  Scheitel  braun,
spitzwinkelig  dreieckig,  vorne  1 / s  so  breit  als  der  Kopf,  fast  nochmal
so  lang  als  breit.
Die  Oberlippe  bräunlich-gelb,  dünnhornig,  J / s  so  breit  als  der
Kopf,  halb  so  lang  als  breit,  querlänglich,  an  den  Seiten  des  Vorderrandes ­
  abgerundet,  in  der  Mitte  eingeschnitten;  am  Hinterrande
gerade,  mit  zwei  kurzen,  hornigen,  zahnförmigen  Verlängerungen;
auf  der  Oberfläche  mit  einigen  Borsten  besetzt.
Die  Oberkiefer  dickhornig,  dunkel-rothbraun,  etwas  länger  als
die  Oberlippe  breit,  fast  nur  halb  so  breit  als  lang,  am  Vorderrande
nach  innen  schräg  verkürzt,  sechszähnig;  am  Hinterrande  fast  wellenförmig, ­
  mit  einer  bedeutend  vorragenden  Gelenkkugel  am  Grunde
des  Rückens;  dieser  etwas  ausgebogen;  die  Kaufläche  ungleich
verdickt.
            
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