Beiträge zur Naturgeschichte der Insecten.
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Aus den in der Gefangenschaft gezogenen und zur Verpuppung
in die feuchte Erde gegangenen Larven kamen anfangs Juli in der
That die erwähnten Käfer zum Vorschein, wodurch meine Vermuthung
vollkommen bestätigt wurde. Ich sammelte nun frische Larven
nährte sie mit den oben erwähnten Acariden und Physopoden und
hatte auf diese Art Gelegenheit die ganze Entwickelung zu beobachten.
Da ich mit voller Gewissheit ihre Nahrung kannte, so untersuchte
ich auch andere Pflanzen, deren Blätter häufig von kleinen
Milben, dem Acarus telarius und tiliarius, angegriffen waren und
überzeugte mich, dass, wo derlei Milben vorkamen, meistens auch
die Larven dieses kleinen Käfers sich vorfanden und die Milben verzehrten;
namentlich habe ich dies auf zwei Linden-Arten, der Tilia
grandifolia und europaea, sowie auf den Bohnen (Faseolus) öfter
zu beobachten Gelegenheit gehabt. Die Gyrophaena manca ist
somit ein natürlicher Feind dieser, vielen Pflanzen so schädlichen
Acariden.
Zwei bis drei Tage nach der Begattung legt das Weibchen die
Eier einzeln in bedeutenden Zwischenräumen an die mit Acariden
besetzten Blätter, aus diesen entwickeln sich nach vier bis acht
Tagen die Larven, nähren sich vor der ersten Häutung, welche, wie
die beiden folgenden, nach sechs bis neun Tagen stattfindet, von
den Eierchen der Physopoden und Acariden, später aber von den
Larven. Sechs bis acht Tage nach der dritten Häutung gehen sie
einen halben Zoll tief in die feuchte Erde, oder suchen sich einen
bequemen Ort zur Verwandlung unter faulem Laubwerk, wo nach
zwei bis drei Tagen die Puppe und nach sechs bis acht Tagen das
vollkommene Kerf zum Vorschein kommt; und so geschieht es, dass
man den ganzen Sommer hindurch auf einem Baume oder Strauch
Larven und ausgebildete Käfer antrifft.
Obwohl ich die Käfer in Menge zu finden wusste, so fand ich
sie nicht gesellschaftlich, und nur ausnahmsweise, wenn ein noch
unbefruchtetes Weibchen auf einem Blatte war, noch zwei Männchen.
So klein sie sind laufen sie doch sehr schnell, und fliegen mit ihren
kurzen aber breiten Hautflügeln ungewöhnlich schnell, doch nicht
weit.
Beschreibung**
Die Eier sind häutig, weiss, fast walzig, kaum % länger als dick,
fast lang.