Bemerkungen über ausgezeichnete Linien krummer Flächen. 445
Um daher die höchsten und tiefsten Linien einer Fläche
s = cp O, v/)
zu finden, bilde man sich die Ausdrücke:
dy Q , ?/) 3y Q , y)
rix ’ 8)/
und sehe, ob sie einen gemeinschaftlichen variablen Factor besitzen.
Sei einer vorhanden, und heisse dieser
$ (®, y)
so untersuchet man, oh für alle Werthe, die der Glei-8
</“
cliung ty(x,y) — o genügen, positiv oder negativ sei, im ersten
Falle ist die Curve, deren Gleichungen
( z = <p O , y)
\ O, y)= o
sind, eine tiefste, im zweiten eine höchste; ist aber —/'fQ r
8*/“
tp(x,y) — o) gleich Null, so bleibe man bei dem ersten, für
ip (x,y) = o nicht verschwindenden Glied der Reihe
d s y (,r , y) 8 4 y (.r , y) 8 5 y (x , y)
8 </ 3 ’ 8i/ 4 ’ 8i/ 5
stehen, ist nun — dieses erste, so hat man eine höchste oder
8 y"
tiefste Linie, wenn n gerade ist, und weder eine höchste, noch eine
tiefste, wenn n ungerade ist.
(Es könnte auch sein, das die vorgelegte Fläche höchste und
tiefste Linien besitzt, deren eine Gleichung <p (x,y) — oo ist, diese
Linie hätte dann offenbar die Gestalt einer Kante oder Schneide.)
Es ist äusserst merkwürdig, dass die Gleichungen solcher
höchsten und tiefsten Linien den Differential-Gleichungen der kürzesten
Linien auf der Fläche genügen, trotzdem die Krümmungshalbmesser
dieser Linien in der Tangirungs-Ebene der Fläche selbst
liegen, und nicht Normalen der Flächen sind.
Man kann sich leicht von der Richtigkeit des eben ausgesprochenen
Satzes überzeugen, denn bekanntlich sind die Gleichungen
der kürzesten Linie auf der Fläche, deren Gleichung F (x,y ,s) = o
ist:
dF
±[ »' 1
Lui -Fi/ 3 + *' b J
F(x,y,z~) = o
r
8 F
1h
8.v |[y i
Tä 7 *]