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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

systematische  Stellung  einiger  Binnenwürmer.

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Rüssel  verläuft  ein  deutliches  Ringgefäss,  von  welchem  nach  abwärts
4  einfache  Längsgefässe  ausgehen,  2  auf  der  vorderen  Seite  und  2
auf  der  hinteren.
Weiters  fand  Stein  bei  seinen  erneuerten  Nachsuchungen  im
Jahre  1851  im  Magen  des  Mehlkäfers  freie  Embryonen  von  y 38 "'
Durchmesser,  in  der  Gestalt  fast  runder  oder  abgerundet  dreieckiger
Scheiben,  von  ganz  homogener  durch  zahllose  feine  Pünktchen
getrübter  Substanz,  ohne  einer  Spur  von  Kalkkörperchen,  auf  deren
Oberfläche  sechs  paarweise  einander  genäherte  Häckchen  sich  befanden, ­
  welche  mit  jenen  auf  den  Cystenschwänzen  sitzenden  völlig
übereinstimmten;  endlich  sehr  oft  noch  in  der  Leibeshöhle  rings  um
den  Magen  herum  encystirte  Würmer  in  den  verschiedensten  Entwickelungsstufen. ­
  Die  jüngsten  Cysten  von  %*"'  Durchmesser  waren
noch  ganz  weich,  breiartig  und  einfach  rundlich,  ohne  Spur  von
Schwanz,  zeigten  in  der  Mitte  einer  Seite  einen  etwas  vertieften
Hof  ,  und  auf  der  Oberfläche  derselben  Seite  die  0  embryonalen
Häckchen.  In  ihrem  Innern  war  der  oben  beschriebene  Embryo
enthalten,  unverändert  nur  ohne  Häckchen,  welche  also  offenbar
abgestossen  wurden,  und  auf  der  Cystenoberfläche  zerstreut  lagert.
Die  Cystenwandung  erschien,  wie  man  bei  jungen  Exemplaren  leicht
bemerken  kann,  aus  kernhaltigen  Zellen  bestehend,  und  Stein  hält
sie  auch  hier  für  ein  Product  des  Mehlkäfers.
Die  weiteren  Veränderungen  des  encystirten  Embryos,  so  bald
er  den  tim  fang  der  in  den  geschwänzten  Cysten  enthaltenen  erreicht
hat,  bestehen  darin,  dass  am  vorderen  abgestuzten  Ende  eine  immer
weiter  nach  innen  vorschreitende  trichterförmige  Vertiefung  sich
bildet,  und  dass  sich  gleichzeitig  im  Centrum  des  Körpers  aus  der
resorbirten  Grundsubstanz  der  Kopf  mit  Rüssel  und  Saugnäpfen  organisirt.
  Die  Kalkkörperchen  erscheinen  erst  nachdem  sieh  der  Kopf
völlig  ausgebildet  hatte.  Einige  Male  fanden  sich  auch  Cysten  mit
Würmern,  die  auf  dem  höchsten  der  beschriebenen  Grade  von  Ausbildung ­
  sich  befanden,  deren  Schwanz  aber  8—10  Mal  länger  lind
am  vorderen  Theil  um  die  Hälfte,  ja  sogar  um  das  Doppelte  breiter
war  als  die  Cyste,  sich  dann  nach  hinten  sehr  verschmälerte,  und
zuletzt  wieder  keulenförmig  anschwoll.  Die  Axe  desselben  schien  mit
einer  gallertartigen  Masse  erfüllt  zu  sein,  welche  als  ein  mehr  oder
weniger  begrenzter  Hof  durch  die  äussere  zellige  Substanz  hervorschimmerte, ­
  Wahrscheinlich  nur  eine  abnorme  Bildung.
            
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