Über die fossile Flora des Monte Promina in Dalmatien.
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Zahl von eigentlich miocenen Formen nahezu gleich kommt. Die
fossile Flora von Sagor in Krain, obwohl mit Sotzka sehr analog,
birgt manche Mioeenformen.
Dessungeachtet erschien es einigen Forschern gewagt, nach
diesen Thatsaehen hin sich zu der Annahme bestimmen zu lassen,
dass die Verschiedenartigkeit, nach welcher wir die tertiären Floren
bis jetzt in miocene und eocene zu trennen suchten, in localen Verhältnissen
ihre Ursache habe, und dass es keine eigentlich eocenen
Floren gäbe.
Bei dieser Sachlage muss die Auffindung einer echt eocenen
Flora, worüber ich in diesen Zeilen vorläufig Bericht erstatte, wohl
als ein sehr erwünschtes Ereigniss betrachtet werden. Am Monte
Promina, nordöstlich von Sebenico in Dalmatien, einer Localität von
fossilen Pflanzenresten, die schon Leopold von Buch in seiner Schrift
»über die Lagerung der Braunkohlen in Europa’’ erwähnt, fanden
sich in Schichten von Kalkmergel und Mergelschiefer, welche ihren
Lagerungsverhältnissen nach mit der Kohle und den sie bedeckenden,
Pflanzenreste führenden Schichten gleichzeitig sind, Nummuliten und
andere die Eocenformation bezeichnende Versteinerungen. Die k. k.
geologische Reichsanstalt verdankt den Bemühungen des Hrn.Rösler
eine grosse Anzahl der daselbst vorkommenden, trefflich erhaltenen
Pflanzenfossilien und Thierversteinerungen. Mit gespannter Aufmerksamkeit
ging ich an die Untersuchung dieser Flora, deren Bearbeitung
ich der hohen mathem. naturw*. Classe in einer für die Denkschriften
bestimmten Abhandlung, welcher 10lithographirte Tafeln
heizugeben sind, vorlege. Die Resultate derselben sind in Kurzem
folgende.
Die fossile Flora des Monte Promina zeigt die grösste Ähnlichkeit
mit den fossilen Floren von Sotzka und von H ä r i n g; hingegen
weicht sie von den Floren von Bilin, Parschlug, Wien, Radoboj
und anderen eigentlichen Miocenfloren entschieden ab. Schon auf
den ersten Blick fällt, wie bei den erstgenannten Floren, das Vorwiegen
der schmalen, lederartigen, am Rande gezähnten Proteaceen
und der ebenfalls schmalen ganzrandigen, derben Blätter von Myrtaceen
auf, vieler anderer Repräsentanten der neuholländischen
Vegetation nicht zu gedenken, die bei näherer Untersuchung sich
zu erkennen geben. Breite Blattformen mit bogenläufiger Nervation
und eigentliche Randläufer, welche die Miocengebilde vorwiegend
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