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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Über  die  fossile  Flora  des  Monte  Promina  in  Dalmatien.

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Zahl  von  eigentlich  miocenen  Formen  nahezu  gleich  kommt.  Die
fossile  Flora  von  Sagor  in  Krain,  obwohl  mit  Sotzka  sehr  analog,
birgt  manche  Mioeenformen.
Dessungeachtet  erschien  es  einigen  Forschern  gewagt,  nach
diesen  Thatsaehen  hin  sich  zu  der  Annahme  bestimmen  zu  lassen,
dass  die  Verschiedenartigkeit,  nach  welcher  wir  die  tertiären  Floren
bis  jetzt  in  miocene  und  eocene  zu  trennen  suchten,  in  localen  Verhältnissen ­
  ihre  Ursache  habe,  und  dass  es  keine  eigentlich  eocenen
Floren  gäbe.
Bei  dieser  Sachlage  muss  die  Auffindung  einer  echt  eocenen
Flora,  worüber  ich  in  diesen  Zeilen  vorläufig  Bericht  erstatte,  wohl
als  ein  sehr  erwünschtes  Ereigniss  betrachtet  werden.  Am  Monte
Promina,  nordöstlich  von  Sebenico  in  Dalmatien,  einer  Localität  von
fossilen  Pflanzenresten,  die  schon  Leopold  von  Buch  in  seiner  Schrift
»über  die  Lagerung  der  Braunkohlen  in  Europa’’  erwähnt,  fanden
sich  in  Schichten  von  Kalkmergel  und  Mergelschiefer,  welche  ihren
Lagerungsverhältnissen  nach  mit  der  Kohle  und  den  sie  bedeckenden,
Pflanzenreste  führenden  Schichten  gleichzeitig  sind,  Nummuliten  und
andere  die  Eocenformation  bezeichnende  Versteinerungen.  Die  k.  k.
geologische  Reichsanstalt  verdankt  den  Bemühungen  des  Hrn.Rösler
eine  grosse  Anzahl  der  daselbst  vorkommenden,  trefflich  erhaltenen
Pflanzenfossilien  und  Thierversteinerungen.  Mit  gespannter  Aufmerksamkeit ­
  ging  ich  an  die  Untersuchung  dieser  Flora,  deren  Bearbeitung ­
  ich  der  hohen  mathem.  naturw*.  Classe  in  einer  für  die  Denkschriften ­
  bestimmten  Abhandlung,  welcher  10lithographirte  Tafeln
heizugeben  sind,  vorlege.  Die  Resultate  derselben  sind  in  Kurzem
folgende.
Die  fossile  Flora  des  Monte  Promina  zeigt  die  grösste  Ähnlichkeit ­
  mit  den  fossilen  Floren  von  Sotzka  und  von  H  ä  r  i  n  g;  hingegen
weicht  sie  von  den  Floren  von  Bilin,  Parschlug,  Wien,  Radoboj
und  anderen  eigentlichen  Miocenfloren  entschieden  ab.  Schon  auf
den  ersten  Blick  fällt,  wie  bei  den  erstgenannten  Floren,  das  Vorwiegen ­
  der  schmalen,  lederartigen,  am  Rande  gezähnten  Proteaceen
und  der  ebenfalls  schmalen  ganzrandigen,  derben  Blätter  von  Myrtaceen
  auf,  vieler  anderer  Repräsentanten  der  neuholländischen
Vegetation  nicht  zu  gedenken,  die  bei  näherer  Untersuchung  sich
zu  erkennen  geben.  Breite  Blattformen  mit  bogenläufiger  Nervation
und  eigentliche  Randläufer,  welche  die  Miocengebilde  vorwiegend
Si(7b -  <>■  mathem..natunv.  CI.  X.  Bd.  III.  Hft.

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