von den gi'ünen Pflauzentheilen ausgescliiedene Stickgas?
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abzuleiten, als anzunehmen, dass dasselbe aus bereits assimilirten
Stickstoflfverbindungen hervorgehe.
Es ist zwar nicht zu läugnen, dass auch diese einfache Pflanze
während des Versuches theilweise gebleicht, d. i. ihres Chlorophylls
beraubt wurde; allein wer wird es nicht ungleich wahrscheinlicher
linden, anzunehmen, dass diese allerdings stickstoffhaltige Substanz
dazu verwendet wurde, die neu entstandenen und im Wachsthume
begriffenen Zellen mit den nothwendigen Stickstoffverbindungen zu
versorgen, als zersetzt und theilweise ausgeschieden zu werden.
Aber auch für alle übrigen Fälle, wo in der exhalirten Luft
das Stickgas eine Rolle spielt, kann der Analogie zufolge gewiss
eben so wenig an eine Zersetzung stickstoffhaltiger Substanzen bei
übrigens gesunder Vegetation gedacht werden.
Bei den Landpflanzen dringt die atmosphärische Luft überall in
das Innere der Pflanzensubstanz ein und betheiligt sich bei jedem
Gas-Austausche, eben so bei den untergetauchten oder eigentlichen
Wasserpflanzen, wo die in den zahlreichen Luftgängen vorhandene
Gas-Art wenig von der Beschaffenheit der atmosphärischen Luft abweicht.
Soll es demnach wohl noch in Zweifel zu ziehen sein, dass
die atmosphärische Luft die eigentliche Quelle aller Stickgas-Ausscheidung
ist?
Wir überlassen es den Herren C1 o e z und G r a d i o 1 e t selbst, in
der Folge nachzuweisen, ob das zu ihrem Versuche angewendete
luftfreie Wasser nicht schon gleich nach dem Beginne des Versuches
so viel atmosphärische Luft wieder aufgenommen hat, um im Stande
gewesen zu sein, den durch die Pflanzen ausgeschiedenen Stickstoff
zu liefern, oder ob in dem angeführten Versuche nicht vielmehr ein
anomaler Process vorliegt, dei', von der regelmässigen und gewöhnlichen
Bahn abweichend, allerdings bis zur theilweisen Auflösung und
Selbstzerstörung somit auch zur Zersetzung der stickstoffhaltigen
Pflanzensubstanzen im vegetirenden Leibe fortschreiten konnte.
Sollten wir uns nähere Rechenschaft über die Luftausscheidung
der Pflanzen im Liebte geben, so müssen wir glauben, dass bei der
Assimilation der Kohlensäure die atmosphärische Luft niemals unthätig
ist, und angezogen von der Ptlanzensubstanz in ihrer ursprünglichen
Gestalt von derselben aufgenommen wird. Wenn daher die Versuche
mit kohlensäurereicherer Luft, in welcher Pflanzen im Lichte
vegetirten, zeigen, dass für die dabei verschwundene Kohlensäure