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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

420

Unger.  Welchen  Ursprung  hat  das

Volumen  bei  0°  und  760  Min.

Oxygen

Azot

Das  bis  zum  29.  Jänner  angesammelte
Gas  enthielt
Vom  29.  Jänner  bis  6.  Februar
Vom  6.  Februar  bis  8.  Februar
Vom  8.  Februar  bis  10.  Februar
Vom  10.  Februar  bis  19.  Februar
Vom  19.  Februar  bis  8.  März  .

63-0
78-8
81  •  5
83'S
80-8
90-7

37-0
21  -2
18-  3
165
19-  2
9-3

Suchen  wir  nach  diesen  Angaben  die  Mengen  des  Oxygen  und
des  Azotes  zu  bestimmen,  welche  während  der  ganzen  Versuchszeit
von  der  Pflanze  entwickelt  wurden,  so  erhalten  wir

Oxygen
in  C.  C.

Azot
in  C.  C.

Vom  26.  Jänner  bis  29.  Jänner
Vom  29.  Jänner  bis  6.  Februar
Vom  6.  Februar  bis  8.  Februar
Vom  8.  „  „  10.  „
Vom  10.  „  „  19.  „
Vom  19.  _  „  8.  März  .

15-12
21-75

34
62
10

8-88
5-85
1-66
1-58
0-50
0-07

18-04

Die  nächste  Frage,  die  wir  uns  nun  zu  stellen  haben,  ist  offenbar ­
  die,  woher  diese  Gasmengen,  und  namentlich  bezüglich  unseres
ersteren  Fragepunktes,  woher  das  Azot  wohl  seinen  Ursprung  genommen ­
  haben  mochte?
Ohne  in  eine  genaue  Untersuchung  des  Wassers  einzugehen,  das
hei  diesem  Versuche  angewendet  wurde,  liess  sich  diese  Frage  nicht
erledigen.  Es  musste  mir  daher  hauptsächlich  daran  gelegen  sein,
die  Untersuchung  des  Wassers  vorzüglich  nach  dem  Luft-  und  Kohlensäuregehalte ­
  so  genau  als  möglich  zu  bewerkstelligen.  Mein  geehrter
Herr  Collega  Prof.  Redtenbacher  hat  sich  dieser  Untersuchung
mit  seiner  gewohnten  Bereitwilligkeit  unterzogen  und  nicht  bloss  das
zu  obigem  Versuche  angewendete  Wasser  in  Beziehung  auf  Luft-  und
Kohlensäuregehalt  geprüft,  sondern  bei  dieser  Gelegenheit  noch  das
Brunnenwasser  des  Theresianums  und  das  Donauwasser  vergleichungsweise ­
  mit  in  den  Kreis  der  Untersuchung  gezogen.  Die  Bestimmung
geschah  auf  folgende  Weise.  In  einem  274  Cent.  Cub,  haltenden  gut
verkorkten  und  mit  einem  Entbindungsröhre  versehenen  Glaskolben
wurde  das  zu  untersuchende  Wasser  durch  eine  Stunde  gekocht  und
            
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