Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

36

1)  i  es  i  n  g.  Charakteristik  und

S  ieb  old  ’s  an,  welche  in  der  Zeitschrift  für  wissenschaftliche  Zoologie,
Jahrgang  1S50,  mitgetheilt  ist.
Sie  hold  fand  nämlich  auf  der  inneren  Fläche  der  Lungenhöhle
sehr  häufig,  in  wenigen  Fällen  auch  in  andern  Eingeweiden  z.  B.  in
den  Nieren,  am  Verdauungscanal  von  Arion  empiricorum  (vor.
rufus)  kleine,  farblose,  runde  an  zwei  entgegengesetzten  Punkten
mit  einer  Vertiefung  versehene  Cysten  von  ungefähr  y 6 '"  Durchmesser, ­
  welche  einen  Wurm  enthielten,  in  dem  Sieb  old  eine  junge
unentwickelte  Tänie  zu  erkennen  glaubte.
Der  Wurm  zeigt  einen  die  ganze  Cystenhöhle  ausfüllepden
rundlichen  Körper  von  ungefähr  '/ 10 "‘  Durchmesser,  aus  dessen  Innern
der  Kopf  hervorschimmert,  welcher  so  wie  der  Schwanz  vollständig
in  den  aufgeblähten  Leib  zurückgezogen  ist.  Die  Stellen  des  Leibes,
an  welchen  Kopf  und  Schwanz  eingezogen  sind  und  wieder  hervorgestülpt ­
  werden,  geben  sich  als  trichterförmige  Gruben  zu  erkennen,
und  liegen  immer  dicht  hinter  der  erwähnten  vorderen  und  hinteren
Vertiefung  der  Cyste.
Wurde  durch  Zerreissung  der  Cyste  der  Bewohner  frei  gemacht
und  zum  Ausstrecken  des  Kopfes  gezwungen,  so  zeigte  er  einen  länglichen ­
  Kopf  mit  4  längsovalen  Saugnäpfen.  Das  Vorder-Ende  desselben
ist  in  der  Mitte  hervorgezogen  und  besitzt  daselbst  eine  Öffnung,
welche  zu  einem  durch  die  Längsaxe  des  Kopfes  sich  erstreckenden,
muskulösen,  cylindrischen  vorn  und  hinten  verjüngten  und  abgerundeten ­
  Sack  führt,  in  dessen  Innerem  sich  der  ähnlich  gestaltete  muskulöse, ­
  am  vorderen  Ende  mit  einem  doppelten  Kranze  von  je  10,
jenen  der  Cysticercen  an  Gestalt  ähnlichen,  Häckchen  versehene
Rüssel  befindet.  Der  Leib,  in  welchen  der  Kopf  unmittelbar  übergeht,
ist  nur  etwas  weniges  länger  als  dieser,  nicht  gegliedert,  sondern  nur
öfters  mit  unregelmässig  auf  einander  folgenden  Einschnürungen  versehen, ­
  fast  cylindrisch,  mehr  oder  weniger  abgeplattet,  und  nach
hinten  etwas  versehmächtigt.  Das  Ilinter-Ende  ist  quer  abgestutzt  und
auf  seiner  Mitte  mit  einer  Grube  versehen,  welche  auch,  jedoch  weniger ­
  deutlich,  an  dem  blasenförmig  ausgedehnten  Hinterleib  wahrgenommen
  werden  kann,  und  höchst  wahrscheinlich  von  der  eingezogenenSchwanzspitze
  herrührt.  Nur  in  seltenen  Fällen  sahSiebold
an  blasenförmig  ausgedehnten  Individuen  statt  dieser  hinteren  Grube
einen  kurzen  schmächtigen  und  abgerundeten  Fortsatz  nach  hinten
hervorragen,  der  gewiss  die  ausgestülpte  Schwanzspitze  vorstellte.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.