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U n g e r.
regnete, wurde an einem Kürbisblatte von 4400 Q Lin. derselbe
Versuch wiederholt. Von 9 Uhr Morgens bis ö Uhr Abends, also
durch 8 Stunden hatten sich 8 Cent. Cub. Luft entwickelt; dieselbe
enthielt in 100 Vol. Theilen 32,8 Oxygen und 67,2 Azot.
Es wurde ferner die Spitze eines klafterlangen Stengels dieser
Pflanze, an welchem die meisten älteren Blätter und Ranken bereits
abgedorrt waren, scharf abgeschnitten und unter Wasser gebracht.
Es entwickelte sich aus der Lücke, welche die Stelle des Markkörpers
einnahm, langsam eine Luftblase um die andere. Von 7 Uhr
Abends (7. September) bis 7 Uhr Morgens (8. September), waren
4 Cent. Cub. Luft ausgeschieden, nach weiteren 24 Stunden stieg
diese Menge sogar auf 10 Cent. Cub. Luft. Die Analyse zeigte keine
Kohlensäure und nur 8,3 pCt. Oxygen und 91,7 pCt. Azot. Tags
darauf (9. September) wurde ein anderer klafterlanger Zweig derselben
Pflanze einige Zolle unter der Spitze scharf abgeschnitten
und unter Wasser gebracht.
Aus den Spiralgefässen trat zwar in der Folge ein kleines Luftbläschen
zur Hälfte hervor, aber es vergrösserte sich nicht. Dagegen
war die Luftentwickelung aus der Lücke in der Mitte des Stengels
nicht unbedeutend. (Wie bekannt laufen dieselben nur von Internodium
zu Internodium.) Von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends (es
war den ganzen Tag hindurch trübe), sammelten sich nur 3 Cent. Cub.
Luft. Nach abermaligen 12 Stunden über Nacht vergrösserte sieb
diese Menge auf 3 Cent. Cub. Luft. Dabei ging die Entwickelung von
Luftblasen stets langsam vor sich. Auch diese Luft enthielt nur
11 pCt. Oxygen und 89 pCt. Azot. Endlich hatte sich an einem
anderen Stengel innerhalb 12 Stunden der Nacht youi 11. auf den
12. September 3,4 Cent. Cub. Luft entwichet. Diese enthielt gleichfalls
keine Kohlensäure sondern 6 pCt. Oxygen und 94 pCt. Azot.
XIII. Versuch.
Ein Blatt eines kräftigen jungen Baumes von Juylans regia
mit fünf Fiederblättchen, welches mit seinem Aste in Verbindung
blieb, wurde unter Wasser der Sonne ausgesetzt. Anhängende Luftblasen
waren nicht zu bemerken. Bald zeigte sieh die Unterseite der
Blätter ganz mit feinen Luftbläschen beschlagen, die sieb fort und
fort vergrösserten und sieb endlich lostrennten. Zwar erschienen in
der Folge auch an der Oberseite dergleichen Luftbläschen , allein sie