Versuche über Luftausscheidung lebender Pflanzen.
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Versuche an 'Wasserpflanzen.
I. Versuch.
Aus einer Portion von Claäophora fracta Kitz., welche im
lufttrockenen Zustande 2,821 Grm. wog, entwickelten sich im Brunnenwasser
vom 3. bis 4. April Mittags, also durch 24 Stunden 7,42
Cent. Met. Cub. Luft, welche in 100 Vol. Theilen genau 50,0 Oxygen
und 50,0 Azot enthielten. Tags darauf gab dieselbe Pflanze in
derselben Zeit 12,0 Cent. Cub. Luft, deren Zusammensetzung 57,6
Oxygen und 42,4 Azot war. Temperatur und Lichteinfluss waren nicht
sehr verschieden.
II. Versuch.
Ein fusslanges Exemplar von Ceratophyllum submersum mit
23 ausgebildeten Blattquirlen und 8 Nebenachsen gaben bei Durchschneidung
des untersten Internodiums aus beiden Schnittflächen Luftbläschen
hervor. Während dieselben aber aus dem unteren abgeschnittenen
Theile der Pflanze bald hervorzutreten sufhörten, dauerte
die Entwickelung derselben aus den Luftcanälen des oberen Theiles
fort und hörte nur während der Nacht auf.
Es wurden vom 1.—2. Juni 9 Uhr Morgens 9,7 Cent. Cub. und vom
3. — 4. Juni 4 Uhr Nachmittags 9,4 Cent. Cub. Luft angesammelt.
Die erste Portion enthielt in 100 Vol. Theile 54,0 Oxygen,
46,0 Azot, die letztere Portion 52,7 Oxygen, 47,3 Azot.
Auch aus kleinen verletzten Stellen der Blätter habe ich bisweilen
Luft hervortreten gesehen. Die Einwirkung der Sonne war kräftig.
III. Versuch.
Eine Pflanze von Myriophyllum spicatum mit etwa 60 entwickelten
Blattquirlen gab unter Einwirkung des Sonnenlichtes aus
der am untersten Theile des Stengels angebrachten Schnittfläche
von 6.—7. Juni 5,8 Cent. Cub. Luft hervor. Dieselbe enthielt in 100
Vol. Theilen 51,2 Oxygen, 48,8 Azot.
IV. Versuch.
Vier ein Fuss lange Exemplare von Potamogeton pusillus
wurden aus einem der Bassins des botanischen Gartens in ein mit
Brunnenwasser gefülltes Gefäss gesetzt. Nachdem die Stengel zu
unterst durch einen frischen Schnittabgenommen wurden, quoll also-