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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

systematische  Stellung  einiger  Binnenwürmer.

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abgeworfen  haben,  sieh  zusammenrollen  und  von  durch  von  Seite  des
Mehlkäfers  erzeugte  Zellen,  in  eine  Cyste  eingehüllt  werden,  innerhalb ­
  welcher  der  weitere  Wachsthum  vor  sich  geht.
Ebenso  glaubt  Stein,  dass  die  im  Rosskäfer  encvstirten  Helminthen ­
  sich  aus  den  im  Darmcanal  hausenden  kleinen  Würmern  entwickeln. ­

Aus  dem  Vorstehenden  geht  jedoch  hervor,  dass  die  eneystirten
Rundwürmer  des  Mehl-  und  Rosskäfers  durch  die  eigentlich  charakteristischen ­
  Merkmale,  nämlich  die  beiden  spitzen  Papillen  an  den
Seiten  des  Mundes,  dann  die  Stacheln  an  dem  Schwanz-Ende  seinscharf
  von  den,  von  Stein  als  jüngere  Entwickelungsstufen  betrachteten ­
  Thieren  sich  unterscheiden,  und  dass  die  letzteren  durch
die  nicht  weniger  bezeichnenden  Mundstacheln  und  den  wehrlosen ­
  Schwanz  eine  ebenso  deutlich  abgegrenzte  Gruppe  unter  sich
bilden.
Zwischen  diesen  beiden  Formen  ist  keinerlei  Übergang  ersichtlich; ­
  was  Stein  als  Übergangsstufe  betrachtet  wissen  will,  gibt  sich
durch  den  Mundstachel  und  den  wehrlosen  Schwanz  als  Glied  der  im
Speisecanal  des  Mehlkäfers  lebenden  Art  zu  erkennen,  während  die
Übereinstimmung  im  Darmcanal  und  der  Schwanzform  Merkmale  sind,
die  in  so  grossen  Abtheilungen  sich  gleichen  und  überhaupt  so  vager
Natur  sind,  dass  ein  darauf  gegründeter  Schluss  auf  die  Identität  der
Gattung,  oder  gar  der  Art  nicht  gerechtfertigt  erscheint.
Auch  ist  weder  das  Abwerfen  des  Mundstacbels  im  vorgerückteren ­
  Alter,  oder  das  Encystiren  eines  damit  begabten  Tbieres  direct
beobachtet  worden,  noch  hat  Stein  je  einen  Wurm  gefunden,  der
Mundstachel  und  Schwanzstacheln,  oder  Mundpapillen  ohne  Schwanzstacheln, ­
  oder  Mundstachel  und  Papillen  vereinigt  gezeigt  hätte.
Rei  diesen  Verhältnissen  ergibt  sich,  dass  Stein  zwei  neue
sehr  interessante  Genera  im  Mehl-  und  Rosskäfer  entdeckte,  von  welchen ­
  je  eine  Species  in  den  genannten  Thieren  lebt.  Die  angebliche
Mittelform  ist  aber  nichts  anderes  als  ein  älteres  weiter  ausgebildetes
Individuum  der  im  Darmcanal  des  Mehlkäfers  lebenden  Art,  welches
auf  die  von  Stein  angedeutete  Weise  die  Darmwände  durchbohrt
haben  und  in  die  Leibeshöhle  gelangt  sein  mag.
Die  Charakteristik  der  beiden  neuen  Gattungen,  welche  der
II.  Tribus  der  N  ematoideen,  nämlich  den  Agamonematoideen
  angehören,  und  ihrer  Arten  wäre  folgende:
Sitzb.  d.  mathem.-natunv.  CI.  X.  Bd.  I.  Hft.  ;i
            
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