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Die sing. Charakteristik und
Ferners fand Stein im Magen des Mehlkäfers kleine, freie Rundwürmer
von 1 / 12 '" Länge, deren Leib sich von vorn nach hinten allmählich
verschmälerte, ohne einen Schwanz zu bilden, und deren
Vorder-Ende durch einen, über dem Munde auf einem Vorsprung
stehenden, spitzen, hornigen, zurückziehbaren Stachel, der zuweilen
an seiner Basis 2 kleine Zinken zeigte, ausgezeichnet war. Der Darmcanal
war nur als enge Röhre im vorderen Theil des Körpers zu
erkennen.
Endlich zeigten sich mehrmals in der Leibeshöhle auf dem Magen
freie Würmer von */ 7 —-Ve'" Länge, bei welchen Darmcanal und Form
des Schwanzes wie bei den encystirten Würmern beschaffen war,
während sie den Hornstachel besassen und die Stacheln am Schwänze
mangelten.
In der Leibeshöhle des Rosskäfers beobachtete Ste i n einen bis
3 / 4 "' langen encystirten Rundwurm, der sich von dem aus dem Mehlkäfer
nur dadurch unterscheidet, dass der Schwanz in einem, auf der
ganzen Oberfläche mit kurzen Stacheln besetzten Knöpfchen endet;
ferners im Darmcanal desselben Thieres kleine, kurz walzenförmige,
nach hinten geschwänzte Würmchen, welche über dem Munde mit 3
von einander getrennten spitzen Hornstacheln bewaffnet waren.
ln Blags mortisaga endlich fänden sich in ovalen kaum Yn‘“
langen Cysten kaum Vo"' lange Würmer, deren walzenförmiger Körper
sich hinter dem After in einen zugespitzten wehrlosen Schwanz verengert.
Die ohrförmigen Fortsätze neben dem Munde fehlten, wogegen
durch eine Einschnürung hinter dem Munde eine Ar t Kopf abgesetzt war.
Ein seitlicher Porus sammt Drüse konnte nicht aufgefunden werden.
Im Darmcanal war nur der Mastdarm scharf abgesetzt. Freie Würmchen
im Darmcanal wurden nicht gefunden.
So schätzbar und interessant diese Beobachtungen sind, so kann
ich doch die Deutung, welche ihnen Stein gab, nicht für die richtige
halten. Stein hält nämlich die im Speisecanal des Mehlkäfers
lebenden kleinen Rundwürmer für' junge Individuen der in der Leibeshöhle
encystirten Parasiten, und die frei in der Leibeshöhle gefundene
Form für eine Mittelstufe der Entwickelung. Er zieht den
Schluss, dass die Eier dieser Würmer mit den Nahrungsmitteln in
den Magen des Insects gelangen, dass die im Magen lebenden Jungen
sich mit Hülfe ihres Hornstachels einen Weg durch die Darmwandüngen
in die Leibeshöhle bahnen, dort, nachdem sie den Mundstachel