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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Die  sing.  Charakteristik  und

Ferners  fand  Stein  im  Magen  des  Mehlkäfers  kleine,  freie  Rundwürmer ­
  von  1 / 12 '"  Länge,  deren  Leib  sich  von  vorn  nach  hinten  allmählich ­
  verschmälerte,  ohne  einen  Schwanz  zu  bilden,  und  deren
Vorder-Ende  durch  einen,  über  dem  Munde  auf  einem  Vorsprung
stehenden,  spitzen,  hornigen,  zurückziehbaren  Stachel,  der  zuweilen
an  seiner  Basis  2  kleine  Zinken  zeigte,  ausgezeichnet  war.  Der  Darmcanal ­
  war  nur  als  enge  Röhre  im  vorderen  Theil  des  Körpers  zu
erkennen.
Endlich  zeigten  sich  mehrmals  in  der  Leibeshöhle  auf  dem  Magen
freie  Würmer  von  */ 7 —-Ve'"  Länge,  bei  welchen  Darmcanal  und  Form
des  Schwanzes  wie  bei  den  encystirten  Würmern  beschaffen  war,
während  sie  den  Hornstachel  besassen  und  die  Stacheln  am  Schwänze
mangelten.
In  der  Leibeshöhle  des  Rosskäfers  beobachtete  Ste  i  n  einen  bis
3 / 4 "'  langen  encystirten  Rundwurm,  der  sich  von  dem  aus  dem  Mehlkäfer ­
  nur  dadurch  unterscheidet,  dass  der  Schwanz  in  einem,  auf  der
ganzen  Oberfläche  mit  kurzen  Stacheln  besetzten  Knöpfchen  endet;
ferners  im  Darmcanal  desselben  Thieres  kleine,  kurz  walzenförmige,
nach  hinten  geschwänzte  Würmchen,  welche  über  dem  Munde  mit  3
von  einander  getrennten  spitzen  Hornstacheln  bewaffnet  waren.
ln  Blags  mortisaga  endlich  fänden  sich  in  ovalen  kaum  Yn‘“
langen  Cysten  kaum  Vo"'  lange  Würmer,  deren  walzenförmiger  Körper
sich  hinter  dem  After  in  einen  zugespitzten  wehrlosen  Schwanz  verengert. ­
  Die  ohrförmigen  Fortsätze  neben  dem  Munde  fehlten,  wogegen
durch  eine  Einschnürung  hinter  dem  Munde  eine  Ar  t  Kopf  abgesetzt  war.
Ein  seitlicher  Porus  sammt  Drüse  konnte  nicht  aufgefunden  werden.
Im  Darmcanal  war  nur  der  Mastdarm  scharf  abgesetzt.  Freie  Würmchen ­
  im  Darmcanal  wurden  nicht  gefunden.
So  schätzbar  und  interessant  diese  Beobachtungen  sind,  so  kann
ich  doch  die  Deutung,  welche  ihnen  Stein  gab,  nicht  für  die  richtige ­
  halten.  Stein  hält  nämlich  die  im  Speisecanal  des  Mehlkäfers
lebenden  kleinen  Rundwürmer  für'  junge  Individuen  der  in  der  Leibeshöhle ­
  encystirten  Parasiten,  und  die  frei  in  der  Leibeshöhle  gefundene ­
  Form  für  eine  Mittelstufe  der  Entwickelung.  Er  zieht  den
Schluss,  dass  die  Eier  dieser  Würmer  mit  den  Nahrungsmitteln  in
den  Magen  des  Insects  gelangen,  dass  die  im  Magen  lebenden  Jungen
sich  mit  Hülfe  ihres  Hornstachels  einen  Weg  durch  die  Darmwandüngen
  in  die  Leibeshöhle  bahnen,  dort,  nachdem  sie  den  Mundstachel
            
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