Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

30  Brücke.  Über  <3.  Ursprung  u.  d.  Verlauf  d.  Cbylusgel'ässe  in  d.  Darinwand.
bar  waren.  Weitere  Chylusablagerungen  zwischen  den  Zotten  waren
hier  nicht  nachzuweisen.  Die  kleinen  Chylusgefässe  setzten  sich  wie
hei  dem  Kinde  dendritisch  zu  grösseren  zusammen;  es  konnten  aber
während  ihres  Verlaufs  im  submucösen  Bindegewebe  noch  keine
Klappen  in  ihnen  aufgefunden  werden.  Dieselben  zeigten  sich  zuerst
während  des  Durchtritts  zwischen  den  Muskelhäuten  und  dem  Peritonäum.
  Der  Austritt  aus  der  Darmwand  erfolgte  wie  bei  dem
Kinde  so,  dass  zu  jeder  Seite  eines  Blutgefässpaars  ein  Chylusgefäss
  lag.
Ganz  anders  verhielt  sich  die  Sache  hei  den  Kaninchen.  Hier
vereinigte  sich  gleich  nach  dem  Eintritte  in  die  Darmwand  die  Adventitia
  der  Blutgefässe  mit  dem  Bindegewebe  der  Wandungen  der
Chylusgefässe  und  aus  diesem  gemeinsamen  Materiale  bildeten  sich
Scheiden  um  die  Blutgefässe,  welche  mit  den  Chylusgefässen  des
Mesenteriums  communicirten  und  in  welchen  der  Chylus  fortgeleitet
ward.  Wo  Arterie  und  Vene  neben  einander  lagen,  hatten  beide  eine
gemeinsame  Scheide.
In  wie  weit  diese  Scheide  noch  mit  einer  eigenen  Membran  ausgekleidet ­
  sei,  und  ob  sich  dieselbe  etwa  auf  die  Blutgefässe,  wie  das
Peritonäum  über  den  Darm  fortsetze;  das  waren  Fragen,  die  man
sich  wohl  stellen  konnte,  die  aber  wegen  der  mit  ihrer  Lösung  verbundenen ­
  technischen  Schwierigkeiten  bis  jetzt  keine  Beantwortung
gefunden  haben.
Beim  Kaninchen  also  gelangt  der  Chylus  aus  den  Zotten  mit  den
Blutgefässen  verlaufend  in  die  Scheiden  derselben  und  aus  ihnen  in
die  Chylusgefässe  des  Mesenteriums,  so  dass  hier  also  Chylus  und
Blut  während  ihres  ganzen  Verlaufes  in  der  Darmwandung,  nur
durch  die  Wände  der  Blutgefässe  von  einander  getrennt  sind,  während ­
  dies  beim  Menschen  nur  in  der  Darmschleimhaut  im  engeren
Sinne  des  Wortes  der  Fall  ist.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.