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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

der  Menagerien  des  österreichisch-kaiserlichen  Hofes.

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Auch  dieser  Ankauf  hat  einige  wesentliche  Veränderungen  in
der  Benützung  und  Einrichtung  der  Räume  zur  Folge  gehabt.  So
wurden  in  der  eilften  und  zwölften  Abtheilung  des  grossen  Zirkels  die
daselbst  bestandenen  Bassin’s  aufgegeben  und  im  Hintergründe  dieser
Abtheilungen  ein  den  neuen  Raubthierhäusern  nachgebildetes,  grosses
Thierbehältniss  errichtet,  wovon  jenes  in  der  zwölften  Abtlieilung
ebenfalls  wieder  für  Raubthiere,  jenes  in  der  eilften  aber  bloss  für
Alfen  bestimmt  wurde.  Im  folgenden  Jahre  wurden  an  die  Stelle  der
früher  bestandenen  hölzernen  Tliore  an  den  Eingängen  des  Hühnerund
  Enten-Hofes,  grosse  eiserne  Gitterthore  gesetzt,  um  Jedermann
freie  Einsicht  in  diese  Räume  zu  verschaffen.
1843  wurde  die  oberste  Aufsicht  über  die  Menagerie  dem  Herrn
Oberst-Hofmarschalle  Peter  Grafen  von  Goess  übertragen,
der  nach  dem  Tode  des  Herrn  Oberst-Hofmeisters  Fürsten  zu
C  ol  1  o  re  d  o  -  Maunsf  eUl  von  Seiner  Majestät  zum  Oberst-Hofmeisters-Stellvertreter
  ernannt  worden  war;  und  noch  im  selben
Jahre  ging  diese  oberste  Aufsicht  an  den  neu  ernannten  Herrn  Oberst-Hofmeister
  Mo  r  itz  Grafen  von  Dietrichstein  über.
Nach  mehrjähriger  Kränklichkeit,  wurde  Welle  1845  in  den
Ruhestand  versetzt  und  der  kaiserliche  Hofgärtner  Heinrich  Schott,
welcher  schon  vor  dem  Tode  Bredemayer's  einigemale  provisorisch ­
  die  Aufsicht  über  die  Menagerie  besorgte,  zum  Director  der
kaiserlichen  Menagerie  und  Hofgärteu  ernannt.
Bis  bieber  war  diese  Anstalt  mehr  zur  Befriedigung  der  Schaulust ­
  des  Publicums,  als  zu  wissenschaftlichen  Zwecken  bestimmt.
Erst  durch  die  Fürsorge  des  Vorstandes  des  k.  k.  Oberst-Hofmeister-Amtes,
  Herrn  Philipp  Ritter  von  Draexler,  bat  sie  einen
streng  wissenschaftlichen  Charakter  angenommen  und  ist  auch  für
die  Besucher  derselben  insbesondere  dadurch  belehrend  und  nützlich ­
  geworden,  dass  bei  jedem  Thiere  die  wissenschaftlichen  Benennungen ­
  unter  Angabe  ihres  Vaterlandes,  mittelst  eigener,  bei  jedem
Behältnisse  derselben  angebrachten  Aufschriften,  ersichtlich  gemacht
wurden.  Ihm  verdankt  dieselbe  aber  auch  noch  mancherlei  andere,  zu
einer  längeren  Erhaltung,  insbesondere  der  zarteren  Thiere  ,  höchst
wichtige  Verbesserungen.  Nicht  minder  wurde  auf  seine  Anordnung,
zur  Ergötzung  des  grösseren  Publicums,  im  Mittelpunkte  vor  dem  in
dar  eilften  Abtlieilung  befindlichen  Affenhause,  ein  runder,  sehr  hoher
und  geräumiger  Käfig  aus  Eisenstäben  angebracht,  der  mittelst  eines
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