der Menagerien des österreichisch-kaiserlichen Hofes.
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garten am Rennwege bestimmt hatte. Erst in den Jahren 1824
und 1826 wurden wieder einige bemerkenswertliere Ankäufe von
den Herren van Aken und Adv ine nt für Schönbrunn gemacht.
Nach dem Tode des Herrn Oberst-Hofmeisters Fürsten zu
T r a u 11 m a n ns d or f 1827, ernannte der Kaiser seinen Herrn Oberst-Kämmerer
Johann Rudolf Grafen vonCzernin zum Oberst-Hofmeisters-Stellvertreter
und übertrug ihm in dieser Eigenschaft
auch die oberste Aufsicht über die Menagerie und die kaiserlichen
Hofgärten. Das hohe Alter welches Boos bereits erreicht batte,
bestimmte ihn gegen Ende dieses Jahres bei Seiner Majestät um
seine Pensionirung einzuschreiten und noch im selben Jahre wurde
auch der kaiserliche Hofgärtner Franz Bredemayer zu seinem
Nachfolger ernannt. Das vorzüglichste Bestreben desselben ging dabin,
vor Allem solche Verbesserungen einzuführen, welche eine längere
Lebensdauer der Thiere erwarten Hessen und ihre unmittelbare
Pflege, nicht so wie bisher, nur den einzelnen Thierwärtern allein
zu überlassen , sondern dieselbe unter eine besondere Aufsicht zu
stellen. Aus diesem Grunde beantragte er die Errichtung einer eigenen
Aufsehers-Stelle für die kaiserliche Menagerie, welche auch 1828
genehmiget und dem in der Pflege der Thiere wohl erfahrenen Gärtner
Zacharias Klein verliehen wurde. Im Hühner- und Enten-Hofe
wurden einige Veränderungen vorgenommen, welche ebenso zweckmässig
waren, als sie zur Verschönerung beitrugen. In ersterem
wurden statt der gezimmerten Häuschen, welche denselben rings
umgaben, vorne und an den Seiten Gesträuche und Bäume gepflanzt
und in letzterem die beiden kleinen, mit Gestrüppe dicht besetzten
Inseln, welche sich gegen die Enden des Bassin’s befanden und keinen
Fberblick gestatteten, gelichtet. 1828 wurde auch in der dritten
Abtheilung der Menagerie der Stall für die von MehemedAli
Vice-Könige von Ägypten, erwartete Girafe errichtet, weichereinen
Flächeninhalt von 18 Quadratklafter enthält, 19 Fuss hoch und bis
auf eine Höhe von 15 Fuss mit Holzpfosten verkleidet ist. Der Boden
■st gleichfalls mit Holzpfosten belegt und an der Vorderseite des
Stalles befinden sieb zwei kleine Bogenfenster und die 14 Fuss hohe
Thür, welche auf den äusseren , damals noch mit Rasen bepflanzt
gewesenen Platz der Abtheilung führt, in welcher das früher hier
bestandene Bassin aufgegeben wurde. Die drei übrigen Seiten im
Inneren des Stalles waren von einem Gange umgeben, der durch
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