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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

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Brücke.  Über  den  Ursprung’  und  den

Hierauf  wurden  die  Internodien,  d.  h.  die  Entfernungen  von
einer  Theilung  zur  andern,  länger,  und  die  Gefässe  bekamen  Klappen,
welche  bereits  in  dem  submukösen  Bindegewebe,  der  tunica  nervea
der  alten  Anatomen,  sehr  zahlreich  waren,  wenn  auch  nicht  so  zahlreich, ­
  wie  während  des  Verlaufes  zwischen  den  Muskeln  und  dem
Peritonäalüberzuge.  Von  da  an,  wo  die  Gefässe  Klappen  bekamen,
bis  zu  ihrem  Austritte  aus  der  Darmwand  veränderten  sie  sich  nur  in
sofern,  als  sie  sich  zu  Stämmen  höherer  Ordnung  zusammensetzten,
bis  endlich  ihre  Zahl  der  der  Arterien  und  Venen  zusammen  genommen ­
  gleich  war,  indem  zwischen  je  zwei  Chylusgefässen  eine  Arterie
und  eine  Vene  lag.  Anastomosen  kamen  im  submukösen  Bindegewebe
zwar  häufig  genug  vor,  aber  doch  nicht  so  allgemein,  dass  man  das
Ganze  als  ein  Netz  hätte  betrachten  können,  aus  dessen  Knoten  die
einzelnen  Stämmchen  hervorgehen,  vielmehr  war  der  dendritische
Charakter  entschieden  der  verherrschende.  Die  Chylusgefässe  gingen
zwar  bei  dem  Durchtritte  durch  die  Muskeln  mit  den  Blutgefässen,
im  submukösen  Bindegewebe  aber  war  ihr  Verlauf  unabhängig  von
denselben,  wie  dieses  schon  der  abweichende  Charakter  ihrer  gröberen ­
  Verzweigungen  mit  den  meist  sehr  spitzen  Theilungswinkeln
mit  sich  brachte.
Von  Häuten  erkennt  man  in  den  noch  mit  Klappen  versehenen
Gefässen  zunächst  das  Epithelium  an  seinen  Kernen,  und  es  Hess  sich
bis  in  Zweige  verfolgen,  die  an  ihrer  dünnsten  Stelle  zwei  Centi-Millimeter
  inneren  Durchmesser  hatten;  in  den  kleinen  klappenlosen
Asten  aber  waren  seine  Spuren  nicht  mehr  zu  sehen.  Es  war  nicht
möglich  eine  Gefässwand  im  engeren  Sinne,  eine  tunica  propria,  von
dem  umgebenden  Bindegewebe,  der  Adventia,  zu  isoliren;  denn  wenn
man  die  Gefässe  entleerte,  so  wurden  sie  so  blass,  dass  man  sie  bei
weiteren  Präparationsversuchen  aus  dem  Gesichte  verlor,  und  wenn
sie  gefüllt  waren,  zogen  die  Bindegewebsfasern  hart  an  dem  scharfen
Contour  hin,  der  den  Inhalt  begrenzte.  Sie  folgten  den  Verzweigungen
und  waren  gegen  das  Innere  des  Gefässes  zu  sehr  fest  mit  einander
verbunden;  weiter  nach  aussen  lockerer,  wie  es  die  Fasern  einer  Adventitia
  zu  sein  pflegen,  und  hier  zweigten  sich  auch  Züge  von  ihnen
ab,  die  eine  andere  Bahn  einschlugen;  wie  denn  das  ganze  submuköse
Bindegewebe,  abgesehen  von  den  Scheiden  der  Nerven,  aus  Faserzügen
besteht,  die  tlieils  die  Adventitia  der  Blut-  und  Lymphgefässe  bilden,
tlieils  sich  von  derselben  abzweigen,  um  die  Zwischenräume  auszufüllen.
            
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