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Fitzinger. Versuch einer Geschichte
ein Männchen des asiatischen Elephanten (Elephas indicus, Lin ne)
lind zwar der erste, welcher lebend nach Deutschland kam.
Maximilian hatte denselben 1551 aus Spanien mitgebracht
und im März 1552 nach Wien gesendet, wo er den Bewohnern der
Stadt im Laufe des Monates April zur Schau gestellt war. Auch hei
dem prunkvollen Einzuge, welchen Maximilian als König von
Böhmen mit seiner Gemahlinn am 7. Mai 1552 in Wien gehalten, soll
dieser Elephant mitgeführt worden sein.
In zwei gleichzeitigen, zur Feier der Rückkehr Maximilian’s
nach Wien erschienenen Festgedichten, wird dieses Elephanten
erwähnt. Das eine dieser Gedichte führt den Titel: „Carmen Panegyricum,
in Augustissimum Reditum Viennam, Generosissimi
ac illustrissimi principis Divi Maximiliani, Regis Bdemiae,
Archiducis Austriae etc. scriptum obiter a Joanne Mylio Bornensi,
liberalium artium Magistro. Viennae Austriae excudebat
Egidius Aquila. Anno M. D. L1I.'' Den Schluss desselben macht
ein: „Dyödecasticlion de Elephante, ä Divo Maximiliano ex
Hispanijs reuerte'te adducto Vienna,' 6. Martij” worin es heisst:
„Quam grandi visu est nuper mihi bellua mole,
Teutonicis nun u q'viua reperia locis." u. s. w.
Der Titel des anderen Gedichtes laufet: „Divo Maximiliano
Boiemiac Regi, Archiduci Austriae etc. de Illius felici ex Hispanijs
cum conjuge augustissima et liberis Viennam. reditu,
carmen gratulatoriu , per Joannem Bannone' Pragenum. Mattliaeus
Collinus lectori. Drei Disticha zur Empfehlung. Viennae
Austriae excudebat Egidius Aquila, Anno L.D.L1J." Hierin
wird der Elephant schicklicher Weise aus der römischen Geschichte
zu Vorbedeutungen angewendet:
„Qui te, die tu mirabile, Visum
Succiduis pedibus, ceu quoddam numen, adorat."
Beide Gedichte sind in Quarto erschienen und befinden sich in
der k. k. Hof-Bibliothek. (Denis, Wiens Buchdruckergeschicht.
Zweite Hälfte. S. 500 und 501.)
Dieser Elephant war lange Zeit der Erinnerung erhalten worden ;
denn eine Abbildung desselben in natürlicher Grösse im Basrelief in
Sandstein gehauen, war durch 165 Jahre auf einem Hause am Graben