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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

iler  Menagerien  des  österreichisch-kaiserlichen  Hofes.

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zureichend  stellt  es  sich  bei  einer  näheren  Prüfung  dar.  Alle  diese
Schriften  enthalten  meist  nur  einzelne  Daten  und  aus  oft  weit  voneinander ­
  liegenden  Jahren.  Sehr  wenige  geben  den  Gesammtstand  eines
bestimmten  Jahres  an.  Selbst  die  sorgfältigste  Zusammenstellung  aller
dieser  einzelnen  Daten  lässt  ungeheure  Lücken  übrig.  Eine  Ausfüllung ­
  derselben  wäre  eine  Unmöglichkeit  gewesen,  wenn  mich  nicht
ganz  besonders  günstige  Zufälle  in  die  Lage  versetzt  hätten,  dies
wenigstens  zum  grössten  Theile  bewerkstelligen  zu  können.
Ich  selbst  habe  seit  meiner  Jugend  alle  mir  bekannt  gewordenen
Notizen  über  die  kaiserlichen  Menagerien  fleissig  gesammelt  und  die
Menagerie  zu  Schönb  runn  mit  ihren  Filialen  seit  dem  Jahre  1817
regelmässig  und  ununterbrochen  beobachtet  und  über  die  daselbst
gehaltenen  Thiere,  die  Zeit  ihrer  Erwerbung,  ihre  Lebensdauer  und
sonstige  bemerkenswerthe  Umstände  möglichst  genaue  Aufschreibungen ­
  geführt.  Die  speciellen  Verzeichnisse,  welche  am  k.  k.  Hof-Naturalien-Cabinete
  seit  dem  Jahre  1806  über  die  aus  diesen  Menagerien
dahin  abgelieferten  Thiere  angefertiget  wurden,  haben  mir  die  Todesjahre ­
  hei  vielen  Thieren  ergänzen  geholfen,  wenn  dieselben  meinen
eigenen  Aufschreibungen  entgangen  waren.  Der  k.  k.  Hof-Secretär
DanielRibini,  ein  Schüler  des  grossen  Blumenbaeh  und  getreuer
Anhänger  der  Naturwissenschaft,  zugleich  der  Verfasser  jener  so  reichhaltigen, ­
  streng  wissenschaftlich  durchgeführten  Mittheilungen  über
die  S  c  h  ö  n  b  r  u  n  n  e  r  M  e  n  a  g  e  r  i  e,  welche  von  B  e  rtu  c  h  in  seinen
„Bemerkungen  auf  einer  Reise  aus  Thüringen  nach
Wien 1 '  veröffentlicht  wurden,  war  ein  sicher  nicht  minder  eifriger
Beobachter  dieser  Menagerie  vom  Jahre  1793  angefangen  bis  1820.
Ihm  verdanke  ich  die  gütige  Mittheilung  nicht  bloss  seiner  eigenen,
diese  Periode  betreffenden  sorgfältigen  Aufschreibungen,  sondern
auch  einer  höchst  schätzbaren  Sammlung  älterer  Notizen,  welche  er
von  seinem  vieljährigen  Freunde,  dem  k.  k.  Hofgarten-  und  Menagerie- ­
  Director  Franz  Boos  erhalten  hat.  Diese  Sammlung  gibt
genaue  Kunde  über  die  reiche  Ausbeute,  welche  Boos  in  den  Jahren
1783  und  1788  von  seinen  Reisen  in  America  und  Africa  nach
Schönbrunn  überbrachte  und  enthält  auch  viele  noch  weit  ältere
Daten,  die  Boos  durch  Richard  van  der  Schot  erhalten  hatte
und  welche  theils  von  diesem,  theilweise  aber  selbst  noch  von
Adrian  van  Steckhoven,  somit  von  zwei  der  ältesten  Vorsteher
der  Schönbrunner  Menagerie  herrühren.
            
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