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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 10. Band, (Jahrgang 1853)

Mineralogische  Notizen.

299

sich  ein  weisses  Pulver  von  Gyps  und  Kieselsäure  ausscheidet.  Von
Salzsäure  wird  es  wenig  angegriffen.
Auf  mein  Ansuchen  analysirte  es  der  k.  k.  Hauptmann,  Herr
Ritter  Karl  von  Hauer  und  fand

38,42  Kieselsäure  8,316
5,30  Thonerde  1,031
34,23  Kalkerde
7.72  Natron
6.72  Phosphorsäure  0,923
6,00  Wasser  6,667

9
1,116

1,008
7,218

98,39

Die  darin  enthaltene  Menge  des  Fluor,  welches  nach  der  qualitativen ­
  Bestimmung  darin  gefunden  wurde,  konnte  wegen  Mangels
an  Material  nicht  bestimmt  werden.
Die  oben  nachgestellten  Äquivalentverhältnisse  führen  zu  keiner
annehmbaren  Formel,  sie  lassen  sich  versuchsweise  so  vertheilen,
dass,  wenn  man  9  Äquivalente  Kieselsäure  annimmt,  das  Mineral
=  9  (Ca  Na  O.  Si0 a )  +  7  (Ca  0.  HO)  -f  Al,  0 a .  P,  0,  erscheint.
Bringt  man  die  Phosphorsäure  mit  der  entsprechenden  Menge  Kalkerde ­
  als  Apatit  in  Abzug,  so  ergibt  der  Rest  gleichfalls  keine  annehmbare ­
  Formel.  Das  Aussehen  des  Minerals  lässt  auf  kein  Gemenge ­
  schliessen  und  es  bleibt  daher  das  gegenseitige  Verhältniss
unbestimmt,  jedenfalls  aber  ist  es  von  Interesse,  die  Aufmerksamkeit
darauf  hinzulenken.
            
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